Ungewisse Zukunft für Skilift Langenbruck

In diesem ist der Skilift in Langenbruck noch kein einziges Mal gelaufen. Geht es im Januar so weiter, muss der Verwaltungsrat im Sommer entscheiden, ob sich der Betrieb noch lohnt.

Pistenfahrzeug im Schnee.

Bildlegende: Von solchen Verhältnissen kann Skiliftbetreiber Peter Hammer derzeit nur träumen. SRF

«Der schlechte Start ist in diesem Jahr besonders bitter», sagt Peter Hammer, Mitinhaber des Skilifts in Langenbruck. Denn die Sportferien sind nächstes Jahr schon anfangs Februar. Somit bleibt kaum Zeit, die schlechte Bilanz aufzubessern. «Nach den Sportferien kommen erfahrungsgemäss nicht mehr viele Leute», so Hammer weiter.

Betriebstage halbiert

Der Skilift kommt während einer Saison nur noch auf 15-20 Betriebstage. Vor 50 Jahren war das noch ganz anders. Damals lief der Skilift an 60 Tagen. Schon 1990 aber hätte sich diese Zahl etwa halbiert. Und seit der Jahrtausendwende sei es noch einmal um die Hälfte weniger geworden.

Ob sich der Betrieb noch lohnt, das müsse man nun schauen, sagt Peter Hammer. Zuerst wolle er den Januar abwarten. Wenn der Schnee aber auch dann ausbleibt, müsse der Verwaltungsrat im Sommer schwerwiegende Entscheidungen treffen. Die Existenz des Skilifts steht auf dem Spiel.

Der Skilift wird von einer AG betrieben. Peter Hammer ist Mehrheitsaktionär und hat viel Herzblut in den Skilift gesteckt. Vor fünf Jahren habe man ein neues Pistenfahrzeug gekauft. Deswegen sei der Entscheid, ob man den Lift weiterführe, besonders schwierig.

Auch in Wegenstetten kein Betrieb

Nicht nur in Langenbruck, auch in Wegenstetten im Fricktal ist der Skilift in dieser Saison noch kein einziges Mal gelaufen. Finanziell sei das aber nicht besonders tragisch, sagt Stefan Schreiber, der für den Skilift zuständig ist. «Der Skilift gehört dem Turnverein und die meisten arbeiten hier ehrenamtlich», so Schreiber. Trotzdem freue man sich, wenn im Januar doch noch ein wenig Schnee fällt.

(Regionaljournal Basel, 12.03)