Unispital Basel freut sich über mehr Studienplätze

Die Universität Basel will die Anzahl der Medizinstudienplätze aufstocken, den Numerus Clausus aber beibehalten. Diesen Plan findet man am Universitätsspital Basel gut.

Unigebäude von aussen

Bildlegende: Die Universität Basel bietet künftig mehr Medizinstudienplätze an. Keystone

Bereits im Herbst sollen 40 Medizinstudentinnen und -studenten mehr ihr Studium beginnen als bisher. Stephan Marsch vom Universitätsspital Basel, der an der Universität für die Medizinstudentinnen und -studenten zuständig ist, begrüsst diesen Entscheid der beiden Basel und der Universität. «Ich finde es gut, dass ein reiches Land wie die Schweiz seine Ärzte selbst ausbildet.»

Dass Universität und Kantone den Numerus Clausus, also die Zugangsbeschränkung beibehalten wollen, sei richtig. «Wir können nicht unbeschränkt Personen ausbilden», sagt Marsch. Vor allem im 2. Teil der Ausbildung seien die Studierenden am Krankenbett und da habe es nicht unbeschränkt viele Patientinnen und Patienten. Eine Zugangsbeschränkung würde zudem verhindern, dass die Selektion erst während des Studiums beginne.

Dies sei vor allem in der Westschweiz so, sagt auch der Baselbieter Bildungsdirektor Urs Wüthrich. «An den Universitäten mit Numerus Clausus absolvieren zwischen 80 und 90 Prozent der Studierenden ihr Studium mit Erfolg. An den Universitäten ohne Numerus Clausus sind es nur etwa 50 Prozent.»