Universität bekommt mehr Geld - vom Kanton und den Studierenden

Das Basler Parlament segnte am Mittwochmorgen den Globalbeitrag für die Universität Basel ab. Dieser war unbestritten. Kritik gab es dennoch und zwar zuhanden des Landkantons. Auch dass die Studiengebühren erhöht werden, kritisierten Politikerinnen von links und rechts.

Studentinnen, die in einem Saal sitzen und zuhören, einige machen sich Notizen.

Bildlegende: Die Studierenden der Universität Basel werden künftig mehr bezahlen müssen. Keystone

Die Universität Basel bekommt vom Kanton Basel-Stadt bis ins Jahr 2017 stufenweise mehr Geld. Der Basler Grosse Rat segnete am Mittwochmorgen den Globalbeitrag dafür ab. Stossend fanden einige Votanten aber, dass die Beiträge an die Universität nicht gleich auf beide Basel verteilt werden. Oskar Herzig von der SVP sagte beispielsweise, es sei «unverständlich», dass die Universität Basel, die von Stadt und Land getragen werde, noch immer als Universität der Stadt angesehen werde. «Dabei ist festzuhalten, dass es sich um die Universität von beiden Basel handelt und dass der grösste Teil der Studierenden aus dem Landkanton kommt.»

4 Millionen Franken mehr bezahlen die Studierenden

Kritik gab es aber auch, weil nicht nur der Kanton, sondern auch die Studierenden mehr bezahlen müssen. Dank einer Erhöhung der Studiengebühren um etwa 20 Prozent nimmt die Universität Basel ab 2015 jährlich 4 Millionen Franken mehr ein. Dieser Betrag sei im Vergleich zum Universitätsbudget unbedeutend, sagten einige Politikerinnen und Politiker. Sibylle Benz von der SP sagte weiter, «dennoch belastet die Erhöhung der Studiengebühren das Budget der Auszubildenden teils empfindlich.» Michael Koechlin von der LDP merkte zudem an, dass es für «manche Studierende sowieso schwieriger geworden ist, neben dem Studium zu arbeiten und so Geld zu verdienen.»

Mit der Erhöhung der Studiengebühren gehöre die Universität Basel zu der teureren Unis der Schweiz. Dies strich Oskar Herzig hervor und sagte: «Unsere Universität darf nicht zu einer Uni der Bessergestellten werden.»

Die FDP monierte hingegen, tiefe Studiengebühren kämen einer Giesskannen-Subvention gleich. Die Wirkung der Erhöhung sei mit Stipendien auszutarieren.

Enthaltungen aus Protest

Der baselstädtische Anteil am Uni-Gesamtbudget von rund 650 Millionen Franken beläuft sich gemäss der partnerschaftlichen Vorlage 2014 auf 161 Millionen Franken, 2015 auf 163,2 Millionen, 2016 auf 165,3 Millionen und 2017 dann 160,5 Millionen Franken.

Der Grosse Rat hiess die Uni-Beiträge am Ende mit 70 gegen eine Stimmen gut. Die 15 Enthaltungen waren als symbolischen Protest gegen die Studiengebührenerhöhung im linken Lager angekündigt worden.