Unterschiedliche Wahlbeteiligung in den beiden Basel

In Basel-Stadt zeichnet sich eine hohe Wahlbeteiligung ab. Möglicherweise liegt sie sogar über 53%, sagt Daniel Orsini, Leiter Wahlen und Abstimmungen. Anders im Baselbiet: Hier rechnen die Gemeinden kaum mit einer Steigerung.

Eine Wahlurne mit der Aufschrift «Vorzeitige Stimmabgabe»

Bildlegende: In beiden Basel haben bereits viele Stimmberechtigte brieflich abgestimmt. Keystone

Bis jetzt sind in Basel-Stadt 45'000 Wahlcouvert eingegangen, sagt Daniel Orsini, Leiter Wahlen und Abstimmungen. Das entspricht 33%. Da am Wochenende weitere Couverts der brieflich Wählenden und die Couverts der Urnengänger dazu kommen, gehe er davon aus, dass die Wahlbeteiligung auf über 53% ansteige. «Das ist rekordverdächtig», sagt Daniel Orsini, «wenn man bedenkt, dass wir vor vier Jahren 50,3% und vor acht Jahren 52,3% Wahlbeteiligung hatten».

Setzt Allschwil den Trend?

Anders sieht es im Baselbiet aus. Bei der grössten Baselbieter Gemeinde Allschwil heisst es auf Anfrage, dass bis jetzt fast 4'500 Couverts eingegangen seien, sagt Andreas Meyer von der Gemeindeverwaltung Allschwil. Das sei etwa gleich viel wie zum gleichen Zeitpunkt 2011. Insgesamt rechnet er in seiner Gemeinde mit einer Wahlbeteiligung von etwa 40%. Auch das sei vergleichbar mit der Beteiligung vor vier Jahren. Im ganzen Kanton Baselland lag die Wahlbeteiligung 2011 bei 48,2%.

Auch weitere Gemeinden im Baselbiet gaben auf Anfrage an, dass sie nicht mit einer höheren Wahlbeteiligung rechnen als vor vier Jahren.