Urs Wüthrich mag nicht mehr

Der Landrat hat heute über die Umsetzung der integrativen Schule diskutiert. Das Ergebnis am Ende: Der Landrat weist die Vorlage an die Regierung zurück. Das missfällt dem zuständigen Bildungsdirektor Urs Wüthrich. Dieser überlegt sich sogar einen vorzeitigen Rücktritt.

Portrait

Bildlegende: Urs Wüthrich mag nicht mehr richtig. Nach der Niederlage im Landrat, überlegt er sich einen vorzeigen Rücktritt. Keystone

Die Debatte über die integrative Schule hat beim zuständigen Bildungsdirektor Urs Wüthrich Spuren hinterlassen. Dass der Landrat die Vorlage an die Regierung zurück weist, ist für Wüthrich unbegreiflich. So unbegreiflich, dass er sich sogar einen vorzeitigen Rückzug aus der Regierung überlegt.

«  Das ist eine Bankrotterklärung des Parlaments »

Urs Wüthrich
Bildungsdirektor

Es sei keine leere Drohung gewesen, sagt ein enttäuschter Urs Wüthrich gegenüber dem Regionaljournal Basel. Ob er vorzeitig zurück treten werde, müsse er sich aber gut überlegen und auch mit der Partei absprechen. Grundsätzlich sei es einfach schwierig, so zu arbeiten: «Es werden Sachen in eine Vorlage interpretiert, die nicht darin stehen.» Das sei reine Obstruktion, meint Wüthrich weiter.

Schwierig sei es auch für seine Mitarbeitenden. Diese hätten viel Zeit und Arbeit in die Vorlage gesteckt: «Es wurde auch an den Wochenenden gearbeitet.» Für Urs Wüthrich ist die Rückweisung des Geschäfts eine «Bankrotterklärung des Parlaments». Anders kann er sich nicht erklären, dass der Landrat nach sieben Sitzungen nicht fähig ist, sich zu beraten. Auch unverständlich ist, dass der Landrat eine Rückweisung beantragt, ohne zu sagen, was denn besser gemacht werden soll.

(Regionaljournal Basel, 17:30 Uhr)