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Basel Baselland Ventilklausel verunsichert Unispital

Die vom Bundesrat beschlossene Beschränkung der Einwanderung aus der EU bringt dem Basler Universitätsspital Probleme bei der Rekrutierung von Spitalpersonal. Die Spitalverantwortlichen wollen die Lage Basels an der Grenze ausnutzen, da Grenzgänger nicht unter das Kontingent fallen.

Krankenpflegerin schiebzt Bett mit Patenten durch blauen Spitalgang.
Legende: Von der Ventilklausel betroffen sind unter anderem die Spitäler. Colourbox

Dass nur noch eine beschränkte Zahl von EU-Bürgerinnen und -Bürger im nächsten Jahr eine dauerhafte Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz bekommen soll, würde ihre Rekrutierungsanstrengungen erschweren, sagt Andreas Bitterlin, Sprecher im Basler Universitätsspital (USB): «Wir werden mehr Mühe haben, qualifizierte Leute anzustellen». Momentan sei es zum Beispiel schwer, Pflegerinnen und Pfleger mit Spezialausbildungen zu finden.

Grenznähe als Vorteil

Probleme qualifiziertes Personal zu finden, haben auch andere Spitäler in der Schweiz. Und im Vergleich zu anderen Spitälern in der Deutschschweiz sei Basel im Vorteil, wegen der Nähe zur Grenze. «Weil Grenzgängerinnen und Grenzgänger nicht unter die Ventilklausel fallen, da haben wir ein grosses Potential, welches wir nutzen können» sagt Andreas Bitterlin.

Das USB sei aber weiterhin angewiesen auf Arbeitskräfte von weiter her. Das USB überlege sich deshalb, wie man Arbeitnehmer nach Basel holt, ohne dass die Ventilklausel verletzt wird. Zum Beispiel gäbe es die Möglichkeit Personal anzustellen, welches in Deutschland wohnen soll, als Grenzgänger. So könne das USB die Möglichkeiten, welche die Regelung offen lässt, am besten nutzen.