Zum Inhalt springen
Inhalt

Verhandlungsauftakt in Muttenz Strafprozess zum Überfall auf Kampfsportschule unterbrochen

Legende: Video Prozess zum Überfall auf Kampfsportschule abspielen. Laufzeit 01:38 Minuten.
Aus News-Clip vom 18.06.2018.
  • Am Montag hat vor dem Strafgericht in Muttenz einer der aufwändigsten Strafprozesse in der Geschichte des Kantons Baselland begonnen.
  • Die Ermittlungen dauerten vier Jahre und rund 70 Personen waren involviert. 17 Personen sind angeklagt wegen versuchter schwerer Körperverletzung, Angriff, Freiheitsberaubung und Hausfriedensbruch.
  • Der Prozess wurde am Montag nach einem halben Tag unterbrochen und am Dienstag fortgeführt. Grund sind mehrere Anträge von Anwälten.

Zum Prozessauftakt am Montag setzten sich vor allem die Verteidiger beider Seiten in Szene: Sie kritisierten unter anderem, dass der federführende Staatsanwalt sich krankschreiben liess. Das Verfahren hat unterdessen ein anderer Staatsanwalt übernommen. Dies sei kein Problem, betonte Boris Sokoloff, der als leitender Staatsanwalt neu die Anklage vor Gericht vertritt.

Der Anwalt von Shemsi Beqiri, dessen Kampfsportschule überfallen wurde, sprach indes von einem Justizskandal. Dass sich die Erste Staatsanwältin Angela Weirich nicht selber um den Fall kümmere, sei ein Skandal. Auch, dass sich das Strafverfahren derart in die Länge zog, sei unverständlich.

Zwei Wochen Verhandlungen - Urteil im Herbst

Inhaltlich ging es am Montag noch nicht über den Überfall auf die Kampfsportschule. Thema war lediglich der Ablauf des Prozesses sowie die Rolle der Staatsanwaltschaft und der Richter. Dass die Anwälte mit ihrem Antrag, den Prozess ganz abzublasen, Erfolg haben, scheint derzeit eher unwahrscheinlich. Das Gericht entscheidet am Dienstag Morgen, wie es mit dem Prozess weitergeht.

Der ganze Prozess dauert voraussichtlich zwei Wochen. Das Urteil wird im Herbst erwartet.

Kampf um Ehre

Am 24. Februar 2014 hatte eine teils maskierte Gruppe die gut besuchte Kampfsportschule des Haupt-Opfers Shemsi Beqiri in Reinach angegriffen. Anwesende - darunter Minderjährige - wurden in Schach gehalten, damit die beiden Streithähne einen beinharten Einzelkampf austragen konnten. Zu den landesweiten Schlagzeilen trug damals ein Video der Schlägerei bei, das in Medien kursierte.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

5 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Ruedi Hammer (Ruedi Hammer)
    Eine Staatsanwaltschaft, welche bereits bei der Abklärung einer Schlägerei an ihre Grenzen stösst, selbstverliebte Laiendarsteller, Experten frei jedem Realitätsbezug - Zeitblüten einer zerfallenden Gesellschaft...
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Fabio Krauss (FabioK)
    Eine ehrlich gemeinte und anständig vorgetragene Bitte: Alter und Nationalität der beteiligten Schläger sollten doch kommuniziert werden dürfen. Oder lieber nicht? Es ist halt so, dass ich (fälschlicherweise???) immer davon ausgehe, dass es sich um Menschen aus einem gewissen Kulturkreis handelt, wenn seitens der Medien nichts anderes kommuniziert wird. Und das ist kaum förderlich für meine Haltung gegenüber diesem Kulturkreis. Helft mir bitte, meine unnötigen Vorurteile abzubauen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von martin blättler (bruggegumper)
    Wer von den Angeklagten keinen Schweizerpass besitzt,soll umgehend ausgeschafft werden und aus seinem Heimatstaat vorgeladen werden.Solche Typen brauchen wir in unserer Mitte wirklich nicht. Wer kommt eigentlich für die immensen Kosten dieses Verfahrens auf?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Fabio Krauss (FabioK)
      Ihr Wort in Gottes Ohr. Viel wahrscheinlicher ist jedoch, dass dieser kriminellen Prügelbande rein gar nichts passiert. Schöne, heile Welt - Ich versteh‘ dich schon lange nicht mehr.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen