Verschobene Basler Schulferien sorgen für Unmut

In diesem und im nächsten Jahr beginnen die Sommerferien in den beiden Basel später. Der Bündelitag ist statt wie bis anhin am letzten Samstag im Juni erst im Juli. Dies sorgt für Unmut auch bei Politikern und Politikerinnen.

Kinder mit Rucksack steigen in Zug

Bildlegende: Ferienbeginn ist dieses Jahr in den beiden Basel nicht wie bisher eine Woche früher als in den anderen Kantonen. Keystone

Die Grünliberale Grossrätin Katja Christ ist sauer auf die Basler Schulbehörden. «Schon als ich Kind war, wurde der frühe Ferienbeginn immer als Vorteil der Basler angesehen», sagt die Mutter zweier Kinder im schulpflichtigen Alter. Der grosse Vorteil ist, dass in vielen anderen Kantonen und Ländern die Ferien erst später beginnen. Gehen die Familien in den ersten Wochen in die Ferien, sind die Strände noch nicht überfüllt und die Flüge und Arrangements günstiger.

Christ hat nun im Grossen Rat einen Vorstoss an die Basler Regierung gemacht. Sie will wissen, weshalb die Behörden den Ferienbeginn verschoben haben. Einen ähnlichen Vorstoss hat Hans Furer (GLP) im Baselbieter Landrat eingereicht.

Hans Georg Signer, Leiter Mittelschulen und Berufsbildung im Basler Erziehungsdepartement hat eine Erklärung für die neue Praxis: «Wir haben gesehen, dass es in der Bevölkerung unterschiedliche Bedürfnisse gibt. Tendenziell gingen die Wünsche eher Richtung Verschiebung nach hinten.» Diesen Wünschen sei man nun in diesem und nächsten Jahr nachgekommen.

Gegner und Befürworter etwa gleich stark

Signer ist jedoch klar, dass sich die Behörden mit diesem Entscheid nicht nur Freunde gemacht haben. Die Betroffenen hätten sich an eine Regelung gewöhnt und wenn man Gewohntes ändert, komme Unmut auf. Deshalb findet Signer: «Gegner und Befürworter der neuen Reglung halten sich etwa die Waage. Deshalb ist es wohl am besten, man hält in Zukunft an einer bestehende Regelung fest.»