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Festhütte Basel Viel Wasser und Mehrwegbecher am Bebbi-Jazz 2017

Zwei Männer die mit einem Rugeli anstossen
Legende: Gläserner Protest gegen den Mehrwegbecher: Kellermeister Peter Rüsch (l.) vom «Dupf Club». SRF, Hansruedi Schär

«Em Bebbi sy Jazz» war dieses Jahr nicht vom Wetterglück verwöhnt. Der Beginn der Veranstaltung ging förmlich im Regen unter. Und auch wenn der Abend dann trocken blieb, drückte das Wetter auf die Besucherzahl: Statt wie 70-80'000 Besucher und Besucherinnen in den letzten Jahren seien dieses Jahr vielleicht etwa halb soviel gekommen. Am Anfang habe es sogar ganz schlecht ausgesehen, sagt Koordinator Michael Santeler, aber im zweiten Teil des Abends hätten sich die Plätze vor den Bühnen doch noch einigermassen gefüllt. «So gesehen hatten wir Glück, dass der Regen gleich am Anfang kam. Wäre er mittendrin gekommen, wäre vorher und nachher niemand in die Stadt gekommen.»

Ungeliebter Mehrwegbecher

Das schlechte Wetter erleichterte es den Standbetreibern auch nicht unbedingt, mit dem Mehrwegbecher warm zu werden, der dieses Jahr erstmals Pflicht war. Die ganze Planung sei schwieriger geworden, sagt Franziska Heuss vom OK der Kirchgemeinde Basel West auf dem Leonhards-Kirchplatz. Sobald ein Gebinde angebrochen sei, müsse es gewaschen werden und werde als ganzes berechnet. Nur für unangebrochene Gebinde bekomme man das vorausbezahlte Geld zurück.Auch Rico Braun, Obmann der Riserva Rhyyschnoogge auf dem Peterskirchplatz ist kein Freund des Mehrwegbechers. Die Gebinde seien so gross, dass man es sich zum Beispiel gut überlege, ob man gegen Ende der Veranstaltung noch ein Bier ausschenke, wenn dazu ein neues Gebinde angebrochen werden müsste. Überhaupt, findet er, werde die Verantwortung immer mehr zu den Standbetreibern verschoben. 2500 Franken habe man für Standmiete und Vorauszahlung der Mehrwegbecher bereits ausgegeben: «Ob wir das bei diesem schlechten Wetter wieder einspielen können ist nicht sicher.»

Echtglas im Pfeffergässli

Einen eigenen Weg ging der «Dupf Club» bei seiner Bar vor dem Cliggenkeller im Pfeffergässli. Das sei ihm alles viel zu kompliziert gewesen mit Jeton und so, sagt Kellermeister Peter Rüsch. Man habe in einer Brauerei 140 «Rugeli» gemietet, für die man 5 Franken Depot verlange, «einfach damit sie wieder zurückkommen. Aber dafür trinken die Leute aus einem echten Glas ihr Bier.»Eine abschliessende Bilanz der Akzeptanz des Mehrwegbechers bei Caterern und Publikum sei kaum möglich, sagt Koordinator Michael Santeler. «Die Befürchtungen der Standbetreiber, zum Beispiel lange Schlangen bei der Rückgabe der Becher oder Probleme beim Besorgen von Nachschub, sind nicht eingetroffen, weil es einfach zu wenig Publikum an den Ständen hatte.»

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