Vogel Gryff mit Adlerschnabel und strengem Wächterblick

Heuer schaut der Vogel Gryff strenger ins Kleinbasel als die Jahre zuvor. Der neue Kopf ist mehr einem Adler nachempfunden und hat weniger den lieblichen Blick, wie das alte Modell aus dem Jahr 1948. Mit dem neuen Modell orientiert man sich wieder mehr am historischen Vorbild.

«Wir sind in den Geschichtsbüchern weit zurückgegangen.», sagt der Spielchef der 3 Ehrengesellschaften, Andreas Lehr und erklärt weshalb der neue Vogel Gryff einen anderen Gesichtsausdruck aufweist als das Vorgängermodell. Vor etwa 5000 Jahren sei erstmals ein Greif erwähnt: oben sei er ein Adler und unten ein Löwe. Nach diesem Vorbild habe man den neuen Kopf gestaltet.

Tradition bleibt gewahrt

Der neue Vogel Gryff hat jetzt einen Adlerblick, Wächterohren und grössere Flügel. Trotz Neuerungen bei der Maske sei man der Tradition gefolgt, sagt Lehr. «Am Tanz ändert sich überhaupt nicht», sagt er dezidiert. «Es ändert sich nur die Mimik des Vogel Gryff.»

«  Änderungen im Brauchtum darf es nicht geben. Aber die Figuren dürfen leben. »

Andreas Lehr
Spielchef 3 Ehrengesellschaften

Der neue Vogel Gryff schaut strenger auf die Welt als derjenige, der in den vergangenen Jahren in den Strassen Kleinbasels tanzte. «Der liebliche Blick kam erst bei den Vorvorgängermasken» so Lehr. «So gesehen ist die jetzige Maske traditioneller als jene von 1948, an die wir uns gewöhnt haben.»

Bezüglich Material sei man traditionell geblieben und habe auf leichtes, modernes Material verzichtet. Die neue Gryff-Maske ist 44 Kilo schwer und damit 7 Kilo schwerer als das alte Modell. Sie soll «mindestens 100 Jahre halten», sagt Lehr. Und: Änderungen im Brauchtum dürfe es nicht geben, «aber die Figuren dürfen leben.»