Wagenplatz: Immobilien Basel wartet noch zu mit Räumungsklage

Am Wochenende habe die Wagenplatz-Bewohner im Basler Hafenareal teils eingelenkt. Sie zogen sich auf die von der Regierung akzeptierte Fläche zurück. Allerdings stehen weiterhin Bauten auf dem übrigen Areal. Dennoch wartet die Eigentümerin Immobilien Basel-Stadt noch mit einer Räumungsklage.

Wohnwagen der Wagenplatz-Bewohner auf dem ehemaligen Migrol-Gelände beim Basler Hafen.

Bildlegende: Die Wagenleute haben ihre Wohnwagen auf das verlangte Gelände gezügelt. SRF

Nachdem sich die Bewohner des Wagenplatzes im Basler Rheinhafenareal auf die von der Regierung geduldete Fläche zurückgezogen haben, wollte die Eigentümerin Immobilien Basel-Stadt am Montag das weitere Vorgehen noch prüfen. Man wolle sich zuerst ein Bild von der Lage machen, hiess es auf Anfrage.

Immobilien Basel-Stadt habe erfreut zur Kenntnis genommen, dass sich die Besetzer am Wochenende auf die von der Regierung zugestandenen 2500 Quadratmeter zurückgezogen hätten, sagte eine Sprecherin.

Auf dem restlichen Gelände seien allerdings verschiedene Bauten zurückgeblieben. Gemäss dem von der Regierung in der vergangenen Woche gesetzten Ultimatum müssen auch diese Bauten entfernt werden. Immobilien Basel-Stadt habe indes noch keinen Strafantrag gestellt, sagte die Sprecherin. Ein Strafantrag wäre Voraussetzung für eine polizeiliche Räumung dieser Bauten.

Kandidierende für Basler Regierungsrat reagieren unterschiedlich

Auf diese Entwicklung im Hafen reagieren die beiden Kandidierenden für die Basler Regierung unterschiedlich. Für Lukas Engelberger von der CVP ist klar, dass die Basler Regierung nun räumen muss, auch wenn die eigentlichen Wagenleute den Platz räumten. «Die Regierung muss ihren Entscheid umsetzen», erklärt er im «Regionaljournal Basel» von Radio SRF.

Anders Martina Bernasconi von den Grünliberalen. Sie zeigt sich kompromissbereit und begründet dies mit den Reaktionen der Kunstmesse Scope und des Vereins shiftmode, die das ehemalige Migrol-Areal gemietet haben. Diese beiden könnten mit der jetzigen Situation leben, darum «sollte man im Moment alles so lassen.» erklärt Martina Bernasconi.