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Wahlen Baselland FDP Baselland verzichtet definitiv auf zweiten Sitz in Regierung

Damit kann die SVP innerhalb des bürgerlichen Lagers einen weiteren Regierungsratssitz für sich beanspruchen.

Im Vorfeld der Baselbieter Gesamterneuerungswahlen drohte die bürgerliche Allianz zu bröckeln: Es war nicht klar, ob die FDP oder die SVP Anspruch auf einen zweiten Sitz in der Regierung erheben.

Jetzt bestätigt FDP-Präsident Paul Hofer, dass seine Partei definitiv auf den zweiten Sitz in der Regierung verzichtet. Die Partei nominiert nur die bisherige Bildungsdirektorin Monica Gschwind. Dies hat der Vorstand der Partei entschieden.

Weg frei für zweite SVP-Kandidatur

Parteipräsident Paul Hofer sagt gegenüber dem «Regionaljournal Basel» von Radio SRF, dass die FDP die bürgerlichen Interessen über die eigenen Parteiinteressen stelle. Der zweite FDP-Sitz wird frei, weil Baudirektorin Sabine Pegoraro auf eine erneute Kandidatur verzichtet.

Mit diesem Entscheid räumen die Freisinnigen innerhalb des bürgerlichen Lagers der SVP den Weg frei für eine zweite Kandidatur. SVP-Parteipräsident Oskar Kämpfer hat bereits verlauten lassen, dass seine Partei neben Thomas Weber einen zweiten Kandidaten ins Rennen schicken will.

Bürgerliche Allianz bröckelt

Im Gespräch für die zweite SVP-Kandidatur sind Fraktionspräsident Dominik Straumann und Nationalrat Thomas de Courten, der als Hardliner in der Partei gilt. Bereits im Vorfeld machte die CVP keinen Hehl daraus, dass sie mit diesen beiden Kandidaten nicht glücklich ist.

Parteipräsidentin Brigitte Müller-Kaderli sieht sogar die Wahlallianz gefährdet und gibt dafür der SVP und deren Power-Play die Schuld. Sie könne sich deshalb gut vorstellen, alleine mit dem amtierenden und unbestrittenen CVP-Finanzdirektor Anton Lauber in den Wahlkampf zu ziehen.

Ob es bei den Regierungswahlen im 2019 wieder zu einer Zusammenarbeit zwischen allen bürgerlichen Parteien SVP, FDP und CVP wie bei den letzten Wahlen kommt, ist also eher unwahrscheinlich.

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