Waldenburger Firma «Rero» wehrt sich gegen Vorwürfe

Das Baselbieter Amt für Umwelt und Energie (AUE) macht Strafanzeige gegen den Metallveredler «Rero» im Waldenburgertal. Rero wird verdächtigt, giftige Substanzen ins Abwasser geleitet zu haben. In der Folge ist es zu einem Fischsterben und zur Verunreinigung des Trinkwassers gekommen.

Dreckwasser

Bildlegende: Die ARA Frenke in Niederdorf stand tagelang still. (Symbolbild) Keystone

Gemeinden rund um die Kläranlage Frenke in Niederdorf schauen auf eine schwierige Zeit zurück. Tagelang war das Trinkwasser nicht trinkbar. In Bubendorf herrschte Wassermangel und es wurde eine Notwasserleitung gelegt.

Schuld für die Verunreinigung ist eine giftige Substanz, die wahrscheinlich von einer Firma in Waldenburg ins Abwasser geleitet wurde. Das Baselbieter Amt für Umwelt und Energie hat den Metallveredler «Rero» im Visier. Das AUE macht Strafanzeige gegen die Firma.

Geschäftsführer Reinhold Tschopp wehrt sich aber gegen die Vorwürfe. Er bestätigt zwar, ein neues Mittel zur Reinigung des Schwermetalls eingesetzt zu haben, streitet die Schuldzuweisung aber ab: «Wir können uns grundsätzlich nicht vorstellen, dass wir der Verursacher des Fischsterbens sind.» Ausserdem seien der Firma die Beweise des AUE nicht bekannt und sie ist deshalb überrascht über die geplante Strafanzeige, die das Amt gegen «Rero» machen wird.