Warner vor Radarkontrolle erhält Busse von Basler Polizei

Weil ein Anwohner des Riehener Kohlistiegs Autofahrerinnen und Autofahrer vor einer Busse bewahren wollte, erhält er nun selbst eine: Der Mann hatte ein Plakat aufgestellt, das vor einer Radarkontrolle warnt. Das aber ist seit anfangs Jahr verboten.

Modernes Radargerät in Nahaufnahme.

Bildlegende: Warnung vor Radarkontrollen kostet seit Anfang 2013 eine Busse. Keystone

 Wegen des Plakats wurde er zunächst von der Polizei verzeigt. Grund für die Verzeigung an das Strafbefehlsdezernat der Staatsanwaltschaft ist eine seit Anfang Jahr wirksam Revision des Strassenverkehrsgesetzes: Warnungen vor Verkehrskontrollen werden neuerdings mit einer Busse bestraft, wie das Justiz- und Sicherheitsdepartement Basel-Stadt am Freitag mitteilte.

Bei der Radarkontrolle vom Donnerstagnachmittag hatte die Polizei insgesamt 15 Ordnungsbussen wegen Geschwindigkeitsüberschreitungen ausgestellt. Dass sich plötzlich alle Fahrzeuglenker an Tempo 50 hielten, lag nicht allein an der guten Verkehrsdisziplin, sondern auch an einem Warnplakat, auf das die Polizei von einer Autofahrerin aufmerksam gemacht wurde.