Weleda zurück in der Gewinnzone

Nach zwei Krisenjahren kann «Weleda» wieder schwarze Zahlen präsentieren. Das Geschäftsjahr 2012 schliesst mit einem Umsatzplus von fünf Prozent, der Überschuss beträgt eine halbe Millione Euro.

Helle, farbige Fassade des neuen Produktionsgebäudes von Weleda, davor ein Park mit viel Gründ und blühenden Blumen.

Bildlegende: Im neuen Produktionsgebäude im Französischen Huningue stellte Weleda den Geschäftsbericht 2012 vor. zVg

Er habe sich bei der Sanierung von "Weleda" an die wichtigsten Leitsätze des anthroposophischen Unternehmens gehalten, betonte der neue CEO Ralph Heinisch: Er habe das Unternehmen von innen gestärkt, so wie auch die anthroposophischen Medikamente die Selbstheilung stärken, und nicht die Krankheit verdrängten. Am Mittwoch stellte er das Geschäftsjahr 2012 vor.

Seit April 2012 leitet Ralph Heinisch "Weleda", mit Hauptsitz in Arlesheim. In dieser Zeit führte er das Unternehmen aus der Krise zurück in die Gewinnzone. Der Umsatz ist um fünf Prozent auf insgesamt 322,5 Mio. Euro gestiegen. Der Überschuss beträgt eine halbe Million Euro. Beim Betriebsergebnis (EBIT) legte das Unternehmen von 1,3 Mio. Euro auf 10,6 Mio. Euro zu.

Sorgenkind Arzneimittel

Während die Naturkosmetik von "Weleda" boome, sei das Umfeld für die Arzneimittel schwieriger. Eine Herausforderung sei vor allem, die Medikamente kostendeckend herzustellen, meinte Ralph Heinisch. "Weleda" pflanze die meisten Rohstoffe selber an, die eingekauften Mittel unterlägen strengen Qualitätskriterien, welche die Kosten in die Höhe trieben.

"Weleda" stehe heute auf einem soliden Fundament, erklärte Heinisch. Dies nicht zuletzt auch dank einem neuen Trend in der Gesellschaft. So seien immer mehr Naturheilmittel gefragt. Sogar die Pharmabranche lehne sich immer mehr an die Produktion von Naturheilmitteln an.