Zum Inhalt springen

Weltspitze im Segeln «Segeln ist wie Schachspielen in 3D»

Maja Siegenthaler spricht schnell. Nicht nur für eine Bernerin, auch sonst. Die Frau hat Elan und vor allem viel Leidenschaft. Leidenschaft für den Segelsport.

Diese entstand als Maja Siegenthaler neun Jahre alt war. Sie besuchte damals ein Angebot des «Ferienpasses» und kam auf den Geschmack des Segelns. Sie liebte es, alleine auf dem Boot zu sein und Verantwortung zu übernehmen. Heute fasziniert sie, wie schnell man unter Druck Entscheidungen fällen kann. Segeln sei wie 3D-Schach einfach unter Stress.

Es war cool, schon als Kind sein eigenes Boot zu haben und Kapitänin zu sein.
Autor: Maja Siegenthaler

Siegenthaler ist in Spiez aufgewachsen. Noch heute verbringt sie viel Zeit am Thunersee. Doch ihre Wahlheimat - studiumsbedingt - ist in Basel. Hier hat sie ein WG-Zimmer. Die gelernte Schreinerin hat in Basel mit «Industrie Design» begonnen, das Studium aber aus Zeitgründen unterbrochen. Nun studiert sie Marketing. Sie brauche einen Ausgleich zum Sport, sagt sie.

Ich brauche neben dem Spitzensport etwas Futter fürs Gehirn.

Das Team Siegenthaler/Fahrni hat zur Zeit zwei Boote. Das brauche man, sagt Siegenthaler. Wenn sie nämlich in Übersee an einer Regatte teilnehmen, dann müssten sie das Boot Monate vorher in einem Container verschiffen. Meistens reisen die beiden alleine an einen Wettkampf - auch aus finanziellen Gründen. Wenn das Boot also einmal einen Schaden hat, müssen die beiden Frauen selber Hand anlegen. Es gäbe nichts, was sie sich nicht zutrauen würde, zu flicken, sagt die 25-Jährige.

Es ist glaub alles schon mal kaputt gegangen am Boot.
Autor: Maja Siegenthaler

Das Team Siegenthaler/Farni war 2016 an den Olympischen Spielen in Rio dabei. Dort erreichten sie den 14. Platz. Für die nächsten Olympischen Spiele 2020 in Tokyo peilen die beiden einen Diplomplatz an. Konkret einen Platz unter den ersten acht. Welchen genau - da liege alles drin.