Wenig Interesse für Basler Regierungsratswahl

Die Ersatzwahl von Gesundheitsdirektor Carlo Conti interessiert die Basler Wahlberechtigten weniger, als vergleichbare Wahlgänge in anderen Jahren. Der Grund könnte sein, dass sowohl linke als auch SVP-Wählerinnen und Wähler ihre Stimme nicht abgegeben haben.

Wahlurne in Basel-Stadt.

Bildlegende: Noch circa 5% aller Stimmberechtigten in Basel-Stadt dürften bis Sonntag Mittag ihre Stimme im Wahllokal abgeben. Keystone

Bis Samstag Mittag seien 28'600 Couverts eingegangen, dies entspreche 30.7% der Wahlbeteiligten in der Stadt Basel, sagt Daniel Orsini, Leiter Wahlen und Abstimmungen in Basel-Stadt, gegenüber dem «Regionaljournal Basel» von Radio SRF. Am Sonntag dürfte sich dies steigern auf 34 bis 35%.

Im Vorfeld des zweiten Wahlgangs mit Martina Bernasconi (GLP) und Lukas Engelberger (CVP) war es relativ ruhig, dies spiegle sich auch in der Wahlbeteiligung, bestätigt Daniel Orsini.

Vergleich mit 2006

Wie gering das Interesse an der Regierungsratswahl ist, zeigt auch ein Vergleich mit dem Jahr 2006. Hanspeter Gass wurde gewählt im zweiten Wahlgang bei einer Stimmbeteiligung von fast 38%. «Es ist sehr wohl möglich, dass diese Ersatzwahl damals in den Medien mehr diskutiert worden sei und die Stimmberechtigten so mehr motiviert worden seien ihre Stimme abzugeben,» erklärt Daniel Orsini. Möglicherweise spiele es auch eine Rolle, dass linke Wählerinnen und Wähler nicht motiviert seien zum wählen, da kein linker Kandidat oder linke Kandidatin im Rennen sei.