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Basel Baselland Weniger «fliegende» Schüler an Basler Schulen

Eine Wiederholung des Schuljahres soll an der Basler Volksschule nur noch ausnahmsweise möglich sein. Dies ist in der neuen Verordnung über die Schullaufbahn vorgesehen. Statt einer «Ehrenrunde» in der gleichen Klasse gibt es einen Wechsel in einen weniger anspruchsvollen Leistungszug.

Schulszene - Schülerin streckt auf - Lehrer vorne
Legende: An Basler Schulen soll es weniger «Ehrenrunden» geben. Colourbox

Handlungsbedarf bestehe vor allem an den Gymnasien. Hier muss fast jeder zehnte Schüler im Schnitt die Klasse wiederholen. Eine solche Repetition sei häufig jedoch wenig sinnvoll, sagt Hans Georg Signer, Leiter Bildung im Basler Erziehungsdepartement.

Betroffen ist jedoch auch die Sekundarstufe, auch wenn hier die Repetitionsquote heute schon ziemlich tief ist. Auch hier soll eine Repetition in Zukunft nur noch in seltenen Fälle möglich sein.

Zum Beispiel, wenn ein Schüler oder eine Schülerin wegen Krankheit für längere Zeit ausfällt oder wenn sie oder er schlicht und einfach zu faul ist und sich nicht für den Unterricht interessiert.

Sparpotential: 4,5 Millionen Franken

Wer nicht genügend gute Noten hat, erhält in Zukunft Nachhilfe oder kommt in einen schlechteren Leistungszug, also zu jenen Schülerinnen und Schülern, die gleich schlecht sind.

Durch die Reduktion der Repetitionsquote sparen die Behörden auch Geld: Bis ins Jahr 2022 sollen pro Jahr 4,5 Millionen Franken eingespart werden.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Peter Aebersold, Zürich
    Es ist heute üblich geworden, Schüler einfach in die nächste Klasse übertreten zu lassen, auch wenn sie das Klassenziel nicht erreicht haben. So werden die Lücken immer grösser und am Schluss haben wir, wie im Kanton Zürich, nach 9 Schuljahren 20% Schüler, die kaum schreiben, lesen und rechnen können. Diese sind nur schwer in den Arbeitsprozess integrierbar und werden oft zu Jugend-IV-Bezügern. Was ev. kurfristig gespart werden kann, wird den Steuerzahler langfristig ein Mehrfaches kosten.
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