Weniger Kriminalität auf Basler Strassen - dafür mehr im Internet

Facebook, Twitter, Smartphone oder Tablet - Das Internet ist omnipräsent. Dies nutzen vermehrt auch Betrüger. Während die Gesamtkriminalität abgenommen hat, ist die Zahl der Betrugsfälle in Basel-Stadt im letzten Jahr gestiegen.

Blick auf eine Tastatur mit behandschuhten Händen

Bildlegende: Betrüger sind immer häufiger im Internet unterwegs. Dies spüren auch die Ermittler der Basler Staatsanwaltschaft. Colourbox (Symbolbild)

21'485 Strafgesetzbuch-Verstösse wurden im Stadtkanton verzeichnet, Ausländer- und spezielles Bundesrecht ausgeklammert. Das sind elf Prozent weniger als 2013, wie an der Jahres-Medienkonferenz der Staatsanwaltschaft vom Dienstag zu erfahren war.

Man bewege sich so auch 2014 im mehrjährigen Schwankungsbereich, und zwar auf hohem Niveau, hiess es. Es gebe «in keinem Bereich eine dramatische Entwicklung», sagte der stellvertretende Kriminalpolizeichef Hans Ammann.

Wenig erfreulich ist die Zunahme der Betrugsfälle. Mit rund 1'000 Fällen wurde ein neuer Höhepunkt erreicht. Gegenüber 2013 hat die Zahl um 12 Prozent zugenommen. «Wir haben es immer mehr mit Betrugsfällen auf Verkaufsplattformen wie beispielsweise Ricardo oder ebay zu tun», sagt Hans Amman, stellvertretender Leiter der Basler Kriminalpolizei. Eine beliebte Betrugsmasche sei auch die Vorausbezahlung einer Mietzinskaution übers Internet.

Erhöhte Polizeipräsenz wirkt abschreckend

Dauerbrenner geblieben sind in Basel-Stadt auch im 2014 die Einbrüche. Diese sind nach wie vor auf einem hohen Niveau. Im letzten Jahr wurden 1'348 Einbrüche angezeigt, dies sind durchschnittlich vier Fälle pro Tag. Gegenüber dem Vorjahr ging die Zahl der Einbrüche jedoch zurück um 16 Prozent.

Mit ein Grund dafür sei die erhöhte Polizeipräsenz in Basel-Stadt, hiess es am Dienstagmorgen an einer Medienkonferenz der Staatsanwaltschaft. Die erhöhe Präsenz habe auch zu einer Abnahme der Gewaltdelikte geführt und wirke auch auf jugendliche Delinquenten. Die Jugendkriminalität bei Gewaltdelikten war 2014 so tief wie seit 20 Jahren nicht mehr, hielt Jugendanwalt Beat Burkhardt fest.

(Regionaljournal Basel, 12:03 Uhr)