Weniger Muslime in Basel

Zuzüger aus aller Welt bringen auch ihre Religionen mit nach Basel. Darunter sind in letzter Zeit weniger Muslime. Die grösste Gruppe der Zuzüger sind aber nach wie vor Menschen ohne Religionszugehörigkeit.

Mädchen in Festtracht bei einer Alevitischen Waschzeremonie in Basel.

Bildlegende: Aleviten in Basel: Waschzeremonie am Cem-Fest. Jens Oldenburg. Aus: "Verborgene Feste: Wie religiöse Gemeinschaften in der Schweiz ihre Feste feiern", Rüffer & Rub Verlag, Zürich 2013.

Die Zahl der Muslime in der Schweiz ist zwischen 1980 und 2012 von knapp über 2'000 auf 17'888 angestiegen. Dies entspricht etwa 9,3% der Bevölkerung. In den letzten fünf Jahren ist jedoch die Zahl der Muslime zurückgegangen, dies zeigen die Zahlen des statistischen Amtes. Von den in Basel erfassten Muslimen sind 15% in einem Moscheeverein aktiv.

Die meisten Zuzüger sind konfessionslos

Immer mehr Menschen im Kanton Basel-Stadt gehören keiner Religion mehr an. Einer der vier öffentlich-rechtlichen Religionsgemeinschaften gehört nur noch ein Drittel der Bevölkerung des Stadtkantons an, wie es am Mittwoch an einer Medienkonferenz des Präsidialdepartements hiess. Die grösste dieser Religionsgemeinschaften ist die evangelisch-reformierte Kirche mit 31'880 Mitgliedern. Von den Zuzügern, die aus dem Ausland neu nach Basel ziehen gehört der grössere Anteil (46%) keiner Religionsgemeinschaft an.

Mehr hochqualifizierte Hindus kommen

Im Jahr 2012 sind 624 Hindus nach Basel eingewandert. Das entspricht etwa vier Prozent aller Einwanderer. Vor allem würden vermehrt Hindus aus Indien an die Stadt am Rheinknie ziehen, sagt Lilo Rooscht-Vischer gegenüber dem «Regionaljournal Basel» von Radio SRF. Früher waren die Baslerischen Hindus vor allem aus Sri Lanka. Grund für die Veränderung ist die Pharmaindstrie: «Viele Inder mit hinduistischem Hintergrund arbeiten für Novartis oder Roche», sagt Roost. Weiter bezeichnet Roost die Stadt Basel als multireligiös: Insgesamt gäbe es 474 religiöse Institutionen, 329 davon seien christlich.