Weniger Sozialhilfeausgaben dank Tagelohnprojekt in Basel

Die Regierung der Stadt Basel will das Tagelohnprojekt der Genossenschaft Overall in den kommenden vier Jahren weiter unterstützen. In diesem Projekt erhalten Armutsbetroffene die Möglichkeit kurzfristig und unbürokratisch Arbeit zu finden. Mit der geleisteten Arbeit entlasten sie die Sozialhilfe.

Drei Plakate, auf denen die Arbeit von Overall angepriesen wird.

Bildlegende: Overall vermittelt Arbeit für einzelne Tage. SRF

400'000 Franken beantragt die Regierung der Stadt Basel beim Grossen Rat. Mit dem Projekt erreicht die Genossenschaft Overall fast 100 Armutsbetroffene. Die Arbeiten umfassen die Reinigung von Bauten, die Hilfe auf dem Bau, der Transport von Waren, die Arbeit in Gärten etc. Die ausbezahlte Lohnsumme beträgt knapp eine halbe Million Franken pro Jahr.

Spricht man mit Arbeitssuchenden, so ist für sie Overall ein Segen. «Hätte ich keine Arbeit, so würde ich phlegmatisch und krank», sagt beispielsweise Jo. Eva Lehner, die Leiterin von Overall, sieht es so: «Menschen, die keine Arbeit haben, die ziehen sich in der Regel zurück. Ihre Gesundheit ist gefährdet.» Es sei ein grosses Bedürfnis fast aller Menschen, arbeiten zu können.

Früher waren Taglöhner vor allem im Hafen gesucht. Dies hat sich verändert. Die Arbeiten umfassen heute Tätigkeiten auf dem Bau, vor oder nach Messen in der Mustermesse, bei der Reinigung von Bauten oder auch auf Baustellen. Nicht jede Arbeit sei geeignet, so Lehner. «Die Arbeit darf keine Anlaufzeit brauchen. Das heisst, man muss sie ausführen können, ohne eingearbeitet zu werden.»

(Regionaljournal Basel, 17.30 Uhr)