Wessels sucht den Maulwurf im Basler Baudepartement

Der Baudirektor hat Strafanzeige gegen Unbekannt wegen Amtsgeheimnisverletzung eingereicht. Er will herausfinden, wer Informationen über eine Geschäftsreise nach Stockholm an die Medien weitergeleitet hat. Eine Geschäftsreise, welche die Basler Zeitung zum Skandal hochzuschreiben versuchte.

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Bildlegende: Hanspeter Wessels will den Maulwurf im eigenen Departement finden und macht eine Anzeige. zVg

Im Februar berichtete die «Basler Zeitung» über eine angeblich skandalöse Geschäftsreise der Führungsetage des Basler Bau- und Verkehrsdepartements nach Stockholm. Die meisten Vorwürfe, welche die Zeitung damals machte, liessen sich zwar nicht erhärten. Die Geschichte wirbelte jedoch Staub auf - offenbar auch innerhalb des Departements. Recherchen des «Regionaljournal Basel» haben nämlich ergeben, dass der Basler Baudirektor Hans-Peter Wessels vor einiger Zeit Strafanzeige eingereicht hat wegen Amtsgeheimnisverletzung. Dies bestätigt die Staatsanwaltschaft auf Anfrage.

Hans-Peter Wessels will mit dieser Strafanzeige offenbar herausfinden, welcher seiner Mitarbeiter Informationen über die Geschäftsreise nach Stockholm an die Medien weitergegeben hat. Er will wissen, wo das Leck in seinem Departement ist. Detaillierte Informationen zur Strafanzeige gibt die Staatsanwaltschaft derzeit nicht bekannt. Ihr Sprecher, Peter Gill, sagt lediglich: «Die Staatsanwaltschaft führt eine Untersuchung und probiert herauszufinden, wer die Amtsgeheimnisverletzung begangen hat.» Gemäss Informationen des «Regionaljournal» sind bereits einzelne Führungskräfte im Departement von den Behörden befragt worden.

Die Geschäftsreise nach Schweden hat mittlerweile übrigens stattgefunden - im Mai. Anders als die «Basler Zeitung» ursprünglich behauptet hatte, durften die Partnerinnen und Partner der Chefbeamten jedoch nicht auf Staatskosten mitreisen.

Hans-Peter Wessels selber war bislang nicht erreichbar für eine Stellungnahme.

(Regionaljournal Basel, 12:03 Uhr)