Widerstand gegen den «Central Park» formiert sich

Politikerinnen und Politiker von links bis rechts setzen sich für ein Nein zum «Central Park» ein. Über den Park über den Geleisen des Basler Bahnhof SBB wird am 22. September abgestimmt.

Visualisierung Centralpark

Bildlegende: Ein Komitee aus Politikerinnen und Politikern von links bis recht wehrt sich gegen «Central Park». zvg

Das Projekt «Central Park» sei schlicht nicht realisierbar, sagte LDP-Grossrat Heiner Vischer gegenüber dem «Regionaljournal Basel» von Radio SRF. Dies treffe im Speziellen auf das Projekt zu, mit welchem die «Central Park»-Befürworter im Vorfeld der Abstimmung vom 22. September für ihr Anliegen werben. Aber auch ein anderes Projekt wäre nicht realisierbar. «Die Landeigentümerin SBB will keinen Deckel über ihren Geleisen», so Heiner Vischer.

Die SBB bestätigen dies auf Anfrage des «Regionaljournal Basel» von Radio SRF. «Das Projekt scheint uns zwar sympathisch, aber es gibt noch zu viele Fragezeichen», sagt SBB-Sprecherin Lea Meyer, «deshalb sind wir dagegen.» Ein Bahnhof sei nie ein fertiger Bau, so Meyer weiter. Viel mehr werde man am Bahnhof immer wieder Bauarbeiten durchführen. Ein Park sei ein Deckel über dem Bahnhof und würde solche Arbeiten stark behindern oder sogar verunmöglichen.

Betonplatte versus Park

Mitglied im neuen Komitee «Nein zum Central Park Basel» ist auch der renommierte Architekt Christoph Gantenbein, der derzeit den Erweiterungsbau des Kunstmuseums baut. Er bringt einen weiteren Aspekt in die Diskussion ein: Der «Central Park» sei gar kein richtiger Park, sondern eine «begrünte Betonplatte». Und genau dies würde man dem Park stets ansehen. «Die Leute würden sich nicht wie in einem Park fühlen, sondern wie auf einem technischen Infrastrukturbau.»

Widerstand von SP bis SVP

Dem Komitee «Nein zum Central Park Basel» gehören neben Christoph Gantenbein die SP-Grossrätin Dominique König und die Grossräte Heiner Vischer (LDP), Christian Egeler (FDP), Dieter Werthemann (GLP) und Bruno Jagher (SVP) an.