Verdichtung im St.Johann Widerstand gegen Neubau im Hinterhof

Die Basler Johanna und Martin Müller-Stiftung will im Landskronhof ein fünfstöckiges Mehrfamilienhaus und ein Doppel-Einfamilienhaus bauen. Das Projekt für 21 Wohnungen ist bewilligt, aber die Anwohnerschaft leistet Widerstand. Sie fordert den Kanton auf, die Liegenschaft zu kaufen.

Blick auf einen Innenhof. Viele Bäume.

Bildlegende: Dieser dicht bewachsene Innenhof soll überbaut werden. SRF, Anna Jungen

Mit der Petition «Grüner Landskronhof» fordern die Anwohnerinnen und Anwohner den Kanton auf, den Landskronhof über den Merhwertabgabe-Fonds zu kaufen. Der Innenhof soll in einen öffentlichen Park für die Quartierbewohner umgenutzt werden. Für die Petition sind in einem Monat über 650 Unterschriften zusammengekommen.

Die Petition beruft sich auf den kantonalen Richtplan, der das St. Johann Quartier als «Vorzugsgebiet der Entdichtung» aufführt. Als Massnahme soll der Kanton geeignete Grundstücke aufkaufen und in Parkanlagen umwandeln. «Das St.Johann ist bereits ein sehr verdichtetes Quartier», sagt Anwohnerin Sandra Kaupp. «Es ist deshalb unbegreiflich, dass nun auch der Landskronhof überbaut werden soll, obwohl es zu wenig Grünflächen gibt.»

Unterstützung aus der Politik

Unterstützung erhält die Anwohnerschaft in der Zwischenzeit auch aus der Politik. LDP-Grossrat Thomas Müry hat mit zwei Ratskollegen einen Vorstoss eingereicht. Man wolle von der Regierung wissen, ob die Baubewilligung aufgehoben werden könne, bis die Petition geprüft worden ist, so Müry. «Es ist uns auch unbegreiflich, dass sich der Kanton nicht an die eigenen Empfehlungen hält und die Überbauung eines grünen Hinterhofs bewilligt.»