Wie weiter mit der Basler Fanpolitik?

Die kantonalen Sicherheitsbehörden, die Swiss Football League und die Spitzenklubs der höchsten Liga haben ihre «Empfehlungen zur Umsetzung des Hooligan-Konkordats» publiziert. Diese lösen in Basel Kritik aus. Die SP fürchtet, dass die Repression zunimmt und die Prävention zu kurz kommt.

Ausschreitungen St. Jakobspark

Bildlegende: Die Ausschreitungen im Mai 2006 sind ein dunkles Kapitel der Basler Fussballgeschichte. Keystone

Gemäss den Empfehlungen, die ab der kommenden Saison gelten, sollen zum Beispiel vermehrt mobile Videoteams der Polizei eingesetzt werden. Die Überwachung beim Eingang und im Innern der Sportarenen soll ausgebaut werden. Weiter ist geplant, dass Gesichtsaufnahmen von den Fans gemacht werden können, um einzelne fehlbare Zuschauer identifizieren zu können.

Diese Empfehlungen lösen in Basel-Stadt Kritik aus. «Basel-Stadt will keine Verschärfungen», sagt etwa SP-Grossrätin Kerstin Wenk. In der Mitteilung der kantonalen Sicherheitsbehörden werde der sogenannte «Basler Weg» mit keinem Wort erwähnt. «Es geht nur um Repression, nirgends aber um Prävention.»

«Baschi Dürr soll sich erklären»

Die SP fordert deshalb, dass der Basler Sicherheitsdirektor Baschi Dürr sich erklärt.
Andreas Knuchel, der Sprecher des Sicherheitsdepartements, betont, dass sich durch die neuen Empfehlungen nichts verändern werde. «Die Kritik der SP überrascht uns und sie zielt völlig ins Leere», so Knuchel.

Die Empfehlungen würden auch präventive Massnahmen beinhalten und man wolle weiterhin auf das sogenannte Basler Modell, also auf den Dialog mit Fans, setzen.

(Regionaljournal Basel, 06.32 Uhr)