Wieder mehr Flüchtlinge am Badischen Bahnhof

Anfangs 2016 kamen wieder mehr Flüchtlinge über die Nordgrenze in die Schweiz als noch Ende Dezember. Doch sind es immer noch viel weniger als in Spitzenmonaten letztes Jahr. Die Grenzwächter am Badischen Bahnhof sind dennoch stark beschäftigt damit, den Status der Ankommenden zu prüfen.

Die Bahnhofshalle des Badischen Bahnhofs in Basel

Bildlegende: Die meisten Flüchtlinge reisen mit dem Zug via Badischen Bahnhof in die Schweiz. Keystone

Badischer Bahnhof in Basel, mitten am Nachmittag. Das Perron, auf dem eben der Eurocity aus Norddeutschland eingefahren ist, ist praktisch leer. Es steigen kaum Leute aus, auch keine Grenzbeamten.

Dies obwohl die Schweizer Grenzwache im Moment schwerpunktmässig in den Zügen zwischen Freiburg im Breisgau und dem Badischen Bahnhof kontrolliert. «Diese Kontrollen laufen meist problemlos ab» sagt Jürg von Gunten, Chef Planung und Einsatz beim Grenzwachkorps. Dies nicht zuletzt auch deshalb, weil viele Flüchtlinge sehr kooperativ seien, sagt von Gunten.

Im Dezember an Grenzen gegangen

Allerdings: systematische Grenzkontrollen seien nicht möglich, so der Grenzbeamte. Zum einen würde dies das Schengen-Abkommen nicht erlauben - ein politischer Entscheid. Zum anderen hätte das Schweizer Grenzwachkorps die personellen Resourcen nicht, die für systematische Kontrollen nötig wären. Das sei auch im Dezember klar geworden. Damals hätten die Beamten nach den Pariser Anschläge vermehrt am Euroairport kontrollieren müssen. Zudem habe die Grenzwache auch wegen dem weihnachtlichen Einkaufstourismus mehr kontrollieren müssen.

(Regionaljournal Basel, 17.30 Uhr)

Flüchtlingszahlen

Provisorische Flüchtlingszahlen Grenzwachkorps Einreise Nordgrenze:

6.- 12.11. 430

13. - 20.11. 386

28.12. - 3.1.16 118

4. - 10.1.16 139