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Basel Baselland «Wir haben keinen Platz für Sterbehilfe»

Sterbehilfsorganisationen sollen zu allen Basler Spitälern und Pflegeheimen Zugang erhalten. Das hat der Grosse Rat Mitte Woche entschieden. Diverse Spitäler und Pflegeheime wollen Sterbehilfe aber nicht zulassen - darunter auch das Basler Claraspital.

Legende: Audio Wochengast Peter Eichenberger abspielen.
12 min

Dass die Politik den Sterbehilfsorganisationen nun freien Zugang zu Spitälern und Pflegeheimen ermöglichen will, kommt bei Peter Eichenberger nicht gut an. «Wir werden aktive Sterbehilfe nicht zulassen», sagt er. Das Claraspital würde auf christlichen Werten beruhen: «Wir haben eine christliche Trägerschaft und klare Leitlinien, die aktive Sterbehilfe nicht zulässt.»

Peter Eichenberger hofft darum darauf, dass der Regierungsrat beim Umsetzen, den Spitälern eine Wahlmöglichkeit offen lässt. Es müsse weiterhin Platz geben für Häuser, die sich gegen die Sterbehilfe entscheiden würden.

Palliativmedizin ersetzt Sterbehilfe

Das Claraspital ist ein Kompetenzzentrum für Tumorkrankheiten. Im Claraspital würden viele Menschen wieder gesund, sagt Peter Eichenberger, Direktor des Basler Claraspitals, aber: «In unserem Spital wird auch gestorben.» Jährlich sterben im Claraspital 300 bis 400 Personen.

Sterbehilfe spielt dabei keine Rolle: «Die Leute sterben bei uns ohne Sterbebegleitung», sagt Eichenberger. Wir sind sehr stark palliativ tätig. Das heisst: «Der Weg des Sterbens soll möglichst schmerzfrei gegangen werden können.» Patientinnen und Patienten hätten darum kein Bedürfnis nach aktiver Sterbehilfe.

(Regionaljournal Basel, 17:30 Uhr)

6 Kommentare

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  • Kommentar von Dieter Thommen, Sissach
    Herr Kohler hat sich schlecht auf dieses Interview vorbereitet und sich von Herrn Eichenberger unterjubeln lasse, es gehe hier um „aktive Sterbehilfe“. Herr Eichenberger weiss natürlich ganz genau, dass diese verboten ist und sich jeder strafbar macht, der dies tut. Die Sterbehilfeorganisationen, die vom Grossen Rat gemeint sind, bieten den begleiteten Suizid an, der in der Schweiz legal ist. Herr Kohler hätte wenig Recherche gebraucht, um dies herauszufinden. Seriös ist anders.
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  • Kommentar von heinz müller, Basel
    Hier sieht man wieder wie stark die christliche Religion in diesem Land uns Bürgern vorschreiben will wie wir zu Leben, in diesem Fall zu sterben, haben. Wir Leben in einer säkularen Gesellschaft, wo Religion gefälligst Privatsache ist. Es macht mich richtig wütend zu wissen, dass es arme hilfsbedürftige Menschen gibt welche einfach sterben möchten, es aber von ein paar frommen Christen verboten wird. Von wegen christliche Nächstenliebe.......alles Schwindel.
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  • Kommentar von Ruth Fernandez, Asuncion
    Welches Gesetz schützt Kranke, Alte, Demente vor subtilem Druck, Sterbehilfe zuzulassen?
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