Wo Abfallberge sich erheben

Die Basler Parks leiden unter den vielen Freiluft-Partys: Es gibt unzählige Brandlöcher und die Leute lassen ihren Abfall immer häufiger am Boden liegen. Den Kanton kostet dies 1,3 Millionen Franken im Jahr.

Das Bild zeigt einen grossen Abfallberg

Bildlegende: Dies ist der gesammelte Abfall, den die Leute innerhalb einer Woche im St.-Johanns-Park am Boden liegen liessen. SRF

Im Sonnenuntergang im Park einen «Klöpfer» bräteln - und dabei zuschauen, wie sich die Schwimmer den Rhein hinunter treiben lassen. Ein solcher Grillabend ist zweifellos etwas Schönes. Diese Grillabende, die immer populärer werden, hinterlassen jedoch tiefe Spuren. Dies zeigt ein Augenschein im St.-Johanns-Park.

Bierdosen, Pizzaschachteln, Wegwerfgrills

Die Stadtgärtnerei hat im Rahmen eines Medienrundgangs den Abfall einer ganzen Woche auf einem Haufen zusammengetragen. All das, was die Leute am Boden liegen gelassen haben. Es ist ein riesiger Abfallberg - mit Bierdosen, Pizzaschachteln, Wegwerf-Grills. Immer mehr Leute sind offenbar zu faul, den ganzen Abfall korrekt in den Mistkübeln zu entsorgen. «Es bleibt immer mehr Zeugs liegen», sagt Yvonne Aellen von der Stadtgärtnerei Basel.

Aber nicht nur der Abfall macht der Stadtgärtnerei zu schaffen. Ein grosses Ärgernis sind derzeit die Brandlöcher. Sie stammen von den Wegwerf-Grills, aber auch von wilden Feuerstellen. «Derzeit haben wir allein in diesem Park etwa 70 bis 80 Brandlöcher», sagt Heinz Schindler von der Stadtgärtnerei Basel gegenüber dem «Regionaljournal Basel» von Radio SRF.

Kosten: 1,3 Millionen Franken pro Jahr

Alle Brandlöcher in allen Basler Parks zu flicken, sei nicht möglich - dafür fehlen der Stadtgärtnerei die Mitarbeiter und die finanziellen Mittel. Nur die richtig schlimmen Löcher werden mit neuen Rasenziegeln überdeckt. Dennoch betreibt die Stadtgärtnerei einen riesigen Aufwand, um die Parks einigermassen sauber zu halten. Derzeit gibt sie pro Jahr 1,3 Millionen Franken dafür aus. Tendenz steigend.