Beat von Wartburg: «Dreispitz ist ein kommerzielles Projekt»

Der 55-jährige Historiker ist neuer Leiter der Christoph-Merian-Stiftung. Diese verfügt über ein Budget von 40 Millionen Franken - und entwickelt im Dreispitz ein neues Stadtquartier, das gleichzeitig kulturelles Zentrum und ein Ort zum Wohnen sein soll.

Porträt von Beat von Wartburg

Bildlegende: Seit Juni Direktor der CMS-Stiftung: Beat von Wartburg. SRF

Beat von Wartburg kennt die Christoph-Merian-Stiftung (CMS) in- und auswendig. Er arbeitete zunächst im Archiv, dann leitete er den Verlag und später die Kulturabteilung und nun ist er neuer Direktor der alterwürdigen Stiftung. Weil er die CMS gut kennt, will er als Direktor nicht alles auf den Kopf stellen. Er stehe eher für Kontinuität, sagt er selber - im Wochengast-Interview mit dem «Regionaljournal».

Das Vorzeigeprojekt der CMS ist derzeit zweifellos das Dreispitz-Areal. Dieses gehört der Stiftung - und weil die Industrie immer stärker abwandert, soll sich der Dreispitz allmählich in ein neues Stadtquartier verwandeln, das Wohnen und kulturelle Nutzung miteinander verbindet.

Für die CMS sei der Dreispitz einerseits «ganz klar ein kommerzielles Liegenschaftsobjekt», sagt Beat von Wartburg. Vom Geld, das die Stiftung mit dem Dreispitz erwirtschaftet, kann sie auch weiterhin ihre sozialen Projekte realisieren, die der Stiftung seit ihrer Gründung im 19. Jahrhundert ein grosses Anliegen sind.

Andererseits will die CMS aber natürlich auch, dass sich der Dreispitz gut entwickelt. Die Hochschule für Gestaltung und Kunst lässt sich auf dem Areal nieder. Und seit die ersten Studenten auf dem Dreispitz seien, «vibriert das Quartier schon ganz anders», sagt von Wartburg. Und er hofft, dass die Wohnungen, die geplant sind, dem Areal zusätzliches Leben einhauchen. Bis der Dreispitz ein normales Stadtquartier sei, gehe es aber noch etliche Jahre.

(Regionaljournal Basel, 17:30 Uhr)