Der Central Park spaltet die Geister in Basel

Das Ei des Kolumbus oder eine Schnappsidee? Der Central Park sorgt für hitzige Diskussionen. Im Streitgespräch stehen sich Park-Gegnerin Dominique König (SP) und Befürworter Oswald Inglin (CVP) gegenüber.

Portraitbild Dominique König (SP) und Oswald Inglin (CVP)

Bildlegende: Gegnerin und Befürworter: Dominique König (SP) und Oswald Inglin (CVP) SRF

Am 22. September stimmen die Baslerinnen und Basler über den Central Park ab. Dieser Park ist die Idee des Landschaftsarchitekten Donald Jacob. Er möchte den Bahnhof SBB überdachen - und auf diesem Dach soll ein Park entstehen, der das Gundeli-Quartier mit der Innenstadt verbindet.

Der Central Park sorgt für ungewöhnlich hitzige Diskussionen in der Basler Politik. Er spaltet die Parteien, er ruft viele Architekten auf den Plan, die zum Projekt Stellung nehmen - teilweise in einem ungewohnt scharfen Tonfall.

Emotional zeigen sich Befürworter Oswald Inglin (CVP) und Gegnerin Dominique König (SP) auch im Streitgespräch des «Regionaljournal Basel» von Radio SRF.

Inglin findet, man solle dem Projekt eine Chance geben, um den «Unort» rund um den Bahnhof aufzuwerten. Er wünscht sich unter anderem, dass der Meret-Oppenheim-Platz im Gundeli durch den Central Park «endlich verschwindet».

«Der Central Park wird nie kommen»

Dominique König wendet ein: «Der Central Park wird nie kommen - unabhängig vom Abstimmungsresultat.» Der Grund: Die Grundeigentümerin des Bahnhofs, die SBB, lehnten das Projekt ab. «Der Kanton kann nicht einfach die SBB enteignen und den Central Park durchsetzen.» Inglin entgegnet: «Wenn das Volk jetzt Ja zum Central Park sagt, dann verstehen die SBB das Signal zweifellos.»

In einem Punkt jedoch sind sich Oswald Inglin und Dominique König einig. Selbst ein Ja zum Central Park garantiere noch nicht, dass der Central Park tatsächlich gebaut wird. Danach müsse zuerst eine Machbarkeitsstudie erarbeitet werden, um abzuklären, ob der Central Park technisch überhaupt realisierbar sei.