Der Streit über zwei Stunden längere Ladenöffnungszeiten

Am 3. März stimmt Basel-Stadt darüber ab, ob die Läden am Samstag länger offen bleiben. Im Streitgespräch des «Regionaljournals» kreuzen eine Detailhändlerin und eine Gewerkschafterin die Klingen.

Befürworterin Roswitha Ledergerber und Gegnerin Franziska Stier vor dem Gespräch im Studio SRF.

Bildlegende: Roswitha Ledergerber (Globus, l.) wünscht längere Öffnungszeiten am Samstag, Franziska Stier (Unia) wehrt sich dagegen. SRF

Roswitha Ledergeber kämpft als Geschäftsführerin des Globus für längere Ladenöffnungszeiten, Franziska Stier von der Gewerkschaft Unia kämpft dagegen. Konkret stimmt Basel-Stadt am 3. März über einen Beschluss des Grossen Rates ab, der die Öffnungszeiten am Samstag von 18 Uhr auf 20 Uhr verlängern möchte. Dagegen haben linke Parteien und Gewerkschaften das Referendum ergriffen.

Für Roswitha Ledergerber ist klar: «Längere Öffnungszeiten bringen mehr Umsatz und sichern die Arbeitsplätze.» Am Samstag mache ihr Warenhaus rund 40 Prozent des Wochenumsatzes. «Es ist der beste Tag für uns - und wir möchten noch mehr von ihm profitieren.» Die Kundschaft schätze es, am Samstag durch die Stadt zu flanieren.

Franziska Stier hält dagegen. «Es gibt keine Untersuchungen, die belegen, dass längere Öffnungszeiten am Samstag auch mehr Umsatz bringen.» Als Gewerkschafterin setze sie sich für das Verkaufspersonal ein, dass ohnehin schon schlechte Arbeitsbedingungen habe. «Und längere Arbeitszeiten würden die Arbeitsbedingungen weiter verschlechtern.»