Josef Helfenstein: «Basel repräsentiert das Beste der Schweiz»

Seit gut zwei Wochen leitet unser Wochengast das Kunstmuseum Basel. Auf den 59-jährigen Luzerner wartet eine anspruchsvolle Aufgabe: Josef Helfenstein muss das Museum in der Stadt positionieren. Er sieht da aber nur wenig Probleme, trotz vieler anderer bekannter Museen in Basel.

Helfenstein neben Picasso Bild

Bildlegende: Josef Helfenstein neben dem wohl bekanntesten Picasso-Bild im Basler Kunstmuseum Kunstmuseum Basel, Lucien Hunziker

Josef Helfenstein hat keine Angst vor Konkurrenz. Der studierte Kunsthistoriker sagt beispielsweise über die Fondation Beyeler, das meistbesuchte Museum der Schweiz: «Die Fondation ist eine wunderbare Institution, unsere Häuser haben beide unseren Platz.»

Dabei hat Josef Helfenstein aber ehrgeizige Pläne: Er will publikumsträchtige Ausstellungen ebenso anbieten wie neue, eher experimentelle Kunst. Zu Ersterem gehört eine geplante Chagall-Schau oder die Zusammenarbeit mit dem renommierten Museum Prado in Madrid.

Einen speziellen Zugang will der 59-jährige Helfenstein auch zu jungen Leuten finden, diese Generationengruppe soll besonders angesprochen werden, allerdings ohne das Stammpublikum zu verlieren.

Die Aufgabe sei anspruchsvoll, sagt Josef Helfenstein, aber speziell durch seine Tätigkeit in den USA sei er gerade dafür besonders geeignet und motiviert.

Nicht zuletzt deshalb, weil er sehr gerne in Basel mit seinem kulturfreundlichen Klima arbeite: «Basel repräsentiert für mich das Beste, das die Schweiz zu bieten. hat.»

(Regionaljournal Basel, 17.30 Uhr)

Josef Helfenstein

Der gebürtige Luzerner studierte u.a. in Bern und Genf. Ab 2000 arbeitete er als Kunsthistoriker in den USA, zuerst an der University of Illinois, ab 2004 leitete er die Menil Foundation and Collection in Houston (Texas).