Klaus Endress: «Es ist auch mein Leben, das ich übergebe»

Fast 20 Jahre hat Klaus Endress das Unternehmen seiner Familie geleitet. Ende Jahr zieht er sich zurück. Klaus Endress gehört zu den wenigen Unternehmer, die sich in der Öffentlichkeit regelmässig auch zu politischen Themen äussern, zum Beispiel engagiert er sich für die Fusion der beiden Basel.

Portraitbild Klaus Endress

Bildlegende: Der Baselbieter Unternehmer Klaus Endress zvg

Klaus Endress ist seit über 30 Jahren im Familienunternehmen Endress & Hauser tätig. 1995 hat er den Posten an der Spitze des Unternehmens von seinem Vater  übernommen. Klaus Endress gehört zu den Unternehmern, die sich auch politisch äussern. Dazu gehört sein Engagement für die Fusion der beiden Basel. Endress hat sich auch im Vorfeld der Abstimmung zur Abzockerinitiative gegen die Initiative geäussert.

« Ich bin nicht für Abzocker »

Für Klaus Endress ist das Instrument der Abzockerinitiative unwirksam. Dass sie so deutlich angenommen wurde, schreibt er den Exzessen des ehemaligen Novartis-CEO Daniel Vasella zu.

Die Kantonsfusion, sagt Endress, sei für ihn notwendig, weil durch unterschiedliche Regelungen in beiden Kantonen zuviel Komplexität bringen. Diese Komplexität koste nur und bringe nichts. Enttäuscht ist er von seiner Partei, der FDP Baselland. «Die FDP agiert unglücklich», sagt Endress. Es sei nötig den Prozess mitzugestalten.

Ein Rückzug auf Raten

Klaus Endress zieht sich Ende 2013 aus der Geschäftsleitung zurück und wird Präsident des Verwaltungsrat von Endress & Hauser. Das falle ihm schwer, sagt er. Er übergebe auch ein Stück weit sein eigenes Leben. Aber er habe sich zurückziehen wollen, solange er noch genug Kraft habe für das Geschäft.  «Ich möchte schauen, dass jemand der Familie das Geschäft irgendwann übernimmt, dann habe ich meine Sache geleistet».