Wohnen im Alter birgt in Basel-Stadt Probleme

In Basel-Stadt verlieren immer mehr Seniorinnen und Senioren ihre Wohnung. Das stellt sie oft vor Probleme, denn Betagte oder gar Hochbetagte haben es schwer, eine geeignete Wohnung zu finden.

Eine Seniorin giesst in ihrer Wohnung die Zimmerpflanzen.

Bildlegende: Seniorinnen und Senioren haben Mühe, in Basel kleine Wohnungen zu finden. Keystone

Das Problem ist so gravierend, dass es Eingang gefunden hat in das neue Altersleitbild des Kantons Basel-Stadt. Dieses wurde kürzlich vom Regierungsrat verabschiedet und am Mittwoch den Medien vorgestellt.

Zahlen zu Betagten oder gar Hochbetagten, die ihre Wohnung verloren haben, liefert allerdings auch das federführende Gesundheitsdepartement keine. Dennoch müsse älteren Menschen, die ihre Wohnung verlieren, Hilfe angeboten werden, sagt Philipp Waibel, Leiter Bereich Gesundheitsdienste in Basel-Stadt «Wie diese Hilfe konkret aussehen wird, wissen wir noch nicht», so Waibel im Regionaljournal Basel von SRF 1.

Hilfe für Betagte gemeinsam mit Immobilien Basel-Stadt

Waibel verweist auf eine Tagung im Herbst, an welcher Kantons- und Seniorenvertreter unter anderem Projekte zur Lösung dieses Problems erarbeiten werden. Weiter müsse man sich unter anderem mit Immobilien Basel-Stadt zusammen setzen und deren Portfolio durcharbeiten.

Daten, die zur Erarbeitung des neuen Altersleitbilds zusammengetragen wurden, zeigen zudem, dass 40 Prozent der älteren Menschen sich vorstellen könnten, umzuziehen. Dies könnte dem Kanton in vielen Fällen recht sein, wohnen doch viele ältere Menschen zu zweit in grossen Familien-Wohnungen. «Finden sie aber keine günstige kleine Wohnung, bleiben sie verständlicherweise in ihrer grossen billigen Wohnung», sagt Philipp Waibel.

Das neue Altersleitbild sieht zudem vor, ein Kompetenzzentrum Alter zu schaffen. Dieses soll eine Anlaufstelle für ältere Menschen sein und ganz verschiedene Fragen und Problemstellungen zum Thema Alter beantworten.