Fusion von Milizfeuerwehren Zehn Baselbieter Gemeinden legen ihre Feuerwehren zusammen

Liestal und Reigoldswil werden die Stützpunkte der neuen Grossfeuerwehr. Die Verantwortlichen reagieren damit auf den Personalmangel. Der Baselbieter Feuerwehrinspektor spricht von einer «revolutionären Entwicklung».

Blick auf ein Feuerwehrauto

Bildlegende: Immer für den Notfall bereit: die Feuerwehr im Kanton Baselland. zvg

Beim neuen Verbund «Regionalfeuerwehr Liestal» wirken Liestal, Seltisberg, Lupsingen, Arisdorf, Hersberg, Bubendorf, Ramlinsburg, Ziefen, Reigoldswil, Lauwil und Bretzwil mit.

Das grösste Problem ist heute die Verfügbarkeit der freiwilligen Feuerwehrleute am Tag. Grund: Viele Feuerwehrleute arbeiten nicht dort, wo sie wohnen. Zudem haben immer weniger Lust, in der Feuerwehr Karriere zu machen. Kader und Korps leiden unter Nachwuchsmangel.

Die Baselbieter Feuerwehren seien zwar «top ausgerüstet», sagt der Feuerwehrinspektor Werner Stampfli am Donnerstag, doch «organisatorisch sei man im 20. Jahrhundert stehen geblieben».

Revolutionär sei der neue Verbund deshalb, weil man nicht mehr nur am Wohnort, sondern auch am Arbeitsort in der Feuerwehr sein könne.

Tagsüber - wenn die Leute schlecht aufbietbar sind, aber am meisten passiert - sollen künftig neben den Milizlern zehn Festangestellte die Bereitschaft sichern.