Zu wenig Alters- und Pflegeheimplätze im Baselbiet

Das Baselbiet ist bevölkerungsmässig der zweitälteste Kanton, gleich hinter dem Tessin. Der Gesundheitsreport vom Statistischen Amt Baselland hält aber fest, dass das «Alters- und Pflegeheimsystem nur zurückhaltend» ausgebaut sei.

Eine ältere FRau geht an einem Rollator durch einen Gang und wird dabei von einem Pfleger unterstützt. Bild aus Vogelperspektive, man sieht keine Gesichter.

Bildlegende: Obwohl im Baselbiet viele ältere Menschen wohnen, hat es im Kanton schweizweit am wenigsten Altersheimplätze. Keystone

Der «zweitälteste» Kanton der Schweiz hinkt Punkto Alters- und Pflegeheimplätzen zurück: Auf 1000 Einwohner und Einwohnerinnen über 65 gibt es nur 47 verfügbare Plätze. Dies ist schweizweit der tiefste Wert und das bei der zweitältesten Bevölkerung. Gabriele Marty, die Leiterin der Abteilung Alter-und Gesundheit der Gesundheitsdirektion vom Kanton relativiert diese Zahl aber. Die Zahlen würden vom Jahr 2011 stammen und in der Zwischenzeit sei schon viel getan worden. «Viele Altersheime haben ausgebaut und bis Ende 2016 kommen noch 383 weitere Betten hinzu», so Marty gegenüber dem «Regionaljournal Basel» auf Radio SRF.

Ambulant vor Stationär

Aber auch mit diesen Ausbauten liegt das Baselbiet noch immer unter dem Schweizer Durchschnitt von rund 65 Altersheimplätzen pro 1000 Einwohnern und Einwohnerinnen über 65. «Wir setzen auf die Strategie Ambulant vor Stationär, deswegen investieren wir nicht nur in neue Altersheimplätze, sondern vor allem auch in andere Dienstleistungen wie Spitexangebote. Dadurch kann ein Altersheimeintritt verzögert werden », erklärt Marty. Und diese Massnahmen erschienen eben nicht in der Statistik der Alters- und Pflegeheimplätze.

Trotzdem: Das Baselbiet mit seiner rekordverdächtig alten Bevölkerung muss in den nächsten Jahren mit dem Ausbau seiner Alters- und Pflegeheime vorwärts machen.