Zürcher Essen für Basler Krippen

Seit Anfang Jahr beliefert eine Zürcher Firma die Krippe der Universität Basel mit Essen. Viele Eltern ärgern sich, das sei unökologisch und pädagogisch fragwürdig. Die Krippen-Betreiberin Familea begründet den Entscheid mit der kleinen Küche.

Mädchen bekommt Essen auf Teller

Bildlegende: Basler Krippen lassen die Teigwaren aus Zürich kommen (Symbolbild) Keystone

Mann vor Krippeneingang

Bildlegende: Kaspar von Grünigen ärgert sich, dass in der Krippe kein frisches Essen auf den Tisch kommt. Sedrik Eichkorn / SRF

Seit knapp vier Jahren bringt Kaspar von Grünigen seinen Sohn in die Kinderkrippe der Universität Basel. Er ärgert sich darüber, dass das Essen seit Anfang Jahr aus Zürich kommt: «Das ist eine komische pädagogische Botschaft: Die Kinder sehen nicht, wer kocht und was für ein Aufwand damit verbunden ist.»

Das Essen kommt von der Zürcher Firma «menuandmore», die sich auf Kinder-Menues spezialisiert hat. Sie kocht das Essen in Zürich, kühlt es auf drei Grad herunter und transportiert es nach Basel. Dort wird das Essen wieder aufgewärmt und den Kindern serviert.

Das Catering habe nicht zum Ziel, Geld zu sparen, betont Tessa Müller, Geschäftsführerin der Stiftung «familea», welche die Uni-Krippe betreibt. «Die Küche in der Krippe ist zu klein», begründet sie die Umstellung. Sie betont auch, dass es in der Region Basel keinen Anbieter gebe, der die gleiche Qualität liefern würde.

Die Krippe der Uni ist nicht die einzige, die das Essen aus Zürich bekommt: Die Zürcher Firma beliefert 10 der 27 Krippen, die «familea» betreibt.

(Regionaljournal Basel, 06.32 Uhr)