Zusammenspiel von Video, Tanz und Licht

Das Ballett Basel zeigt eine aufwändige Inszenierung von Eugen Onegin. Ein visuelles Spektakel, das begeistert, zeitweise den Tanz jedoch in den Hintergrund stellt.

Ein Mann hebt eine Frau in die Höhe

Bildlegende: Im ersten Akt ist Eugen Onegin der jungen Tatjana überlegen, dann kehren sich die Rollen. Ismael Lorenzo

Die Geschichte von Eugen Onegin gilt als Meisterwerk der russischen Literatur. Um die tragische Liebesgeschichte auf die Bühne zu bringen, hat Ballettdirektor Richard Wherlock Musik aus verschiedenen Werken von Peter Iljitsch Tschaikowski kombiniert.

Richard Wherlock erzählt die Geschichte anhand von ausdrucksstarken Bewegungen, zahlreichen Kostümen und Requisiten und einem aussergewöhnlichen Bühnenbild. Eine riesige Videowand im Hintergrund der Bühne wird je nach Szene mit Landschaftsbildern, Regentropfen oder dunklen Wolken bespielt. Auch werden Tanzszenen von der Bühne live mit Handkameras gefilmt und vergrössert abgespielt. Ein Effekt, der den Tanz ergänzt, teilweise jedoch auch verdrängt.