Zwischen SVP und CVP im Baselbiet hängt der Haussegen schief

Bei den Baselbieter Regierungs- und Parlamentswahlen im Februar konnten die Bürgerlichen zulegen. Der Schulterschluss zwischen SVP, FDP und CVP schien sich ausbezahlt zu haben, das Baselbiet ist nach rechts gerutscht. Doch bevor die neue Amtsperiode losgeht, rumort es bereits zwischen den Partnern.

Elisabeth Schneider-Schneiter steht neben Oskar Kämpfer im Radiostudio.

Bildlegende: SVP Parteipräsident Oskar Kämpfer schiesst gegen die CVP-Nationalrätin Elisabeth Schneider. SRF

Auslöser des Streits ist SVP-Parteipräsident Oskar Kämpfer. In der «Basler Zeitung» hatte er nämlich gesagt, seine Partei wolle nur dann mit der CVP in den eidgenössischen Wahlkampf steigen, wenn diese ihre bisherige Nationalrätin Elisabeth Schneider-Schneiter nicht mehr ins Rennen schicken würde. Sie würde zu links politisieren, argumentiert der SVP-Präsident.

Die angeschossene CVP-Politikerin nimmt den Angriff gelassen: «Das ist Teil des Wahlkampfs. Das muss man aushalten.» Laut Schneider-Schneiter sei es schlechte Politik, wenn man andere Politiker an den Pranger stelle, anstatt die eigenen Stärken zu betonen.

Zusammenarbeit nicht grundsätzlich ausgeschlossen

Der Angriff auf die CVP kommt bei deren Präsident Marc Scherrer nicht gut an: «Das darf nicht passieren. Wir hätten uns vorher absprechen müssen. So ist eine Zusammenarbeit schwierig, obwohl wir das eigentlich vereinbart haben.» Scherrer möchte deswegen eine künftige Kooperation aber nicht grundsätzlich ausschliessen. Aber die SVP torpediere den Schulterschuss der bürgerlichen Parteien, sagt Scherrer.

Diese gegenseitigen Sticheleien kommen zu einem sensiblen Zeitpunkt. Denn bereits in wenigen Wochen beginnt die Amtsperiode des neu gewählten Landrats, dort sind die bürgerlichen Parteien noch deutlich stärker als jetzt.

(Regionaljournal Basel, 17.30 Uhr)