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Zwischennutzung Klybeck Im nördlichen Teil des Areals sollen Liegestühle Autos ersetzen

Plan der drei Gebäude
Legende: Die Besitzerin BASF gibt diese drei Gebäude zur Zwischennutzung Miete frei. BASF

Es ist so gross wie rund vierzig Fussballfelder: Das Klybeck-Quartier im Kleinbasel. Weil das Industrie-Areal nicht mehr benötigt wird, soll dort ein neuer Stadtteil entstehen. Bis zur Umsetzung dauert es aber noch lange - schon ab diesem Herbst ist im nördlichen Teil des Areals aber eine Zwischennutzung geplant. Die Besitzerin BASF gibt dafür drei Gebäude und mehrere Plätze zur Miete frei.

An einem Workshop konnten Quartierbewohnerinnen und -bewohner ihre Ideen für die fünf Jahre dauernde Zwischennutzung einbringen. Die Vorstellungen sind vielfältig: «Wir wollen eine Oase in der lärmigen Stadt», sagte etwa ein Mann. Geeinigt haben sich die rund 100 Teilnehmenden, dass eine Art Dorfplatz entstehen soll und dass es Platz für Kreativlabors geben soll. Dabei seien günstige Mieten entscheidend.

Wir wollen, dass hier Künstler neben Steuerexperten arbeiten.
Autor: Pascal BiedermannGeschäftsführer «unterdessen»

Diesen Workshop hat der Verein «unterdessen» organisiert, der auch die Zwischennutzung koordinieren wird. Geschäftsführer Pascal Biedermann sagt, es brauche vor allem ein gutes Essensangebot und öffentliche Plätze, damit eine lebendige Zwischennutzung funktioniere. Beim Rundgang über das Areal bringt er auch bereits Ideen ein: «Diese Parkplätze können wir aufheben. Da wollen wir die Autos durch Liegestühle ersetzen.»

Viele Menschen in einer Halle
Legende: An einem Workshop konnten Quartierbewohner ihre Ideen für die fünfjährige Zwischennutzung einbringen. BASF

Neben den öffentlich zugänglichen Räumen und Plätzen soll es auch verschiedene Arbeitsplätze geben. Dabei strebt Biedermann eine möglichst bunte Durchmischung an: «Wir wollen, dass hier Künstler neben Steuerexperten arbeiten.» Das Interesse für die Arbeitsplätze sei gross: über 200 Anfragen seien bereits eingegangen.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von antigone kunz (antigonekunz)
    Zwischennutzungen, wie auch Häuserbesetzungen sind die eigentliche Vorhut der Gentrifizierung. Sie anerkennen und legitimieren ein System, dass Menschen, das Wohnen in ihrem angestammten Gebiet zunehmend verungmöglicht. Die BASF sollte dieses Gebiet einfach den Menschen, der Stadt retournieren. Es sollte automatisch dem Gemeinwesen - inklusive der Kostenübernahme einer wahrscheinlich nötigen Entgiftung - retourniert werden.
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