Zwischennutzungen sollen in Basel ein positives Image erhalten

Zwischennutzungen müssen nicht Konflikte mit sich bringen. Dies will der Verein «Zwischennutzungen Basel» aufzeigen, den es seit einem Jahr gibt. Er vermittelt zwischen Haus- und Landbesitzern und möglichen Zwischennutzern.

Die Landestelle am Klybeckquai - ein Beispiel für eine Zwischennutzung in Basel.

Bildlegende: Die Landestelle am Klybeckquai - ein Beispiel für eine Zwischennutzung in Basel. zVg

Wird eine Fabrik geschlossen oder steht ein Haus leer, bietet sich eine Gelegenheit für Zwischennutzer. Dies können grössere Gruppierungen sein, aber auch einzelne Künstler, die Platz finden für ein günstiges Atelier. Aber auch einzelne Personen können in Form von Start-ups kleinere Unternehmen gründen. Bei Zwischennutzungen finden so alle günstigen Raum, aber auch das nötige Netzwerk.

Damit solche Zwischennutzungen möglichst reibungslos klappen, vermittelt seit einem Jahr der Verein «Zwischennutzungen Basel» zwischen Haus- und Bodenbesitzern auf der einen Seite und den möglichen Zwischennutzern auf der anderen Seite.

Dabei sei vor allem der Aufbau von Vertrauen das wichtigste Ziel, sagt Pascal Müller vom Vereinsvorstand. Denn noch immer hätten Zwischennutzungen teilweise kein gutes Image. Dabei, findet Müller, könnten durch Zwischennutzungen auch Win-Win-Situationen entstehen. Denn zum einen finden die Zwischennutzer eben günstigen Raum, auf der anderen Seite werden die leerstehenden Gebäude genutzt und gepflegt.

Der Verein übernimmt nicht nur die Vermittlerrolle zwischen beiden Seiten, er will auch in Konfliktsituationen schlichten und dafür sorgen, dass das Thema «Zwischennutzungen» sachlich angegangen wird.

(Regionaljournal Basel, 17.30 Uhr)