44 Fuder Grimselschnee waren nötig, um die Skirennen zu retten

Das Wetter hat den Organisatoren der Adelbodner Skitage einen Strich durch die Rechnung gemacht. Weil im Vorfeld die Temperaturen zu mild waren, konnte in Adelboden kaum Kunstschnee produziert werden. Das OK karrte deshalb 44 Fuder Schnee von der Grimsel nach Adelboden. Wie verhältnismässig ist das?

Adelboden.

Bildlegende: Die Skishow in Adelboden muss weitergehen, auch wenn im Dorf der Schnee fehlt. Keystone

Die 60. Skitage in Adelboden sind am Sonntagabend zu Ende gegangen. Die Diskussionen rund um den Grossanlass mit über 30'000 Zuschauern werden jedoch noch weitergehen. Zu Reden gibt eine Aktion der Organisatoren im Vorfeld der Weltcuprennen.

90 Kilometer quer durchs Berner Oberland

Weil in Adelboden zu wenig Schnee lag, wollten die Organisatoren der Natur nachhelfen und karrten den Schnee kurzum von der Grimsel heran; Rund 90 Kilometer quer durchs Berner Oberland. 44 Lastwagen seien gefahren, erklärt OK-Präsident Peter Willen auf Anfrage. Ohne diesen Schnee, so Willen, hätte der Slalom vom Sonntag nicht stattfinden können.

Willen findet es daneben, dass diese Lastwagenfahrten und die Massnahmen die nötig waren um den Skiweltcup überhaupt durchführen zu können, jetzt diskutiert werden. «Die Wertschöpfung für die ganze Region ist riesig, da fallen diese Lastwagen also nicht ins Gewicht.», sagt er. Der Anlass bringe alleine an diesem Wochenende eine Wertschöpfung von 10 Millionen Franken. Zudem könnten vom Grimselschnee auf den Adelbodner Pisten jetzt alle Skitouristen profitieren.

Die Schneetransporte riefen die Grünen Berner Oberland auf den Plan. Sie wollen nun mit den Organisatoren über Sinn und Unsinn solcher Massnahmen diskutieren.

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