Zum Inhalt springen

Bern Freiburg Wallis Abgestürztes Kleinflugzeug aus dem Neuenburgersee geborgen

Die am Samstag in den Neuenburgersee abgestürzte Maschine ist in 80 Metern Tiefe entdeckt worden. Mit einem Kran wird sie nun an die Oberfläche gezogen. Beim Absturz der Sportmaschine kamen der Pilot und sein Passagier ums Leben.

Legende: Video Bergungsarbeiten bei Cudrefin abspielen. Laufzeit 0:38 Minuten.
Aus Tagesschau vom 22.06.2014.

Die Bergungsarbeiten des Zweiplatz-Touristenflugzeugs begannen am Sonntagvormittag um 8 Uhr, wie eine Sprecherin der Waadtländer Kantonspolizei sagte. Das Wrack befand sich drei Kilometer vom Ufer bei Cudrefin (VD) entfernt in einer Tiefe von 80 Metern.

Mit einem auf einem Lastkahn installierten Kran, haben die Retter das Flugzeug aus dem Wasser geholt. Zehn Taucher der Kantonspolizei waren im Einsatz. Einige von ihnen tauchten bis zum Wrack ab, andere beaufsichtigten die Bergung aus einer Tiefe von zwanzig Metern aus.

Lange Suche nach Wrack

Ein Unterwasserroboter und Sonartechnik hatten das Wrack mit den zwei Insassen am Samstagabend nach stundenlanger Suche lokalisiert. Gemäss Polizeiangaben waren die Verunglückten 71 und 59 Jahre alt und wohnten im Kanton Neuenburg.

.
Legende: . SRF

Die formelle Identifikation kann aber erst nach Bergung des Flugzeugs durchgeführt werden. Die Maschine war kurz vor 9 Uhr auf dem Flugfeld von Colombier (NE) gestartet. Ein Augenzeuge beobachtete etwa eine halbe Stunde später den Absturz vor dem Hafen von Cudrefin und verständigte die Polizei.

In den Medien war das abgestürzte Flugzeug zuerst als Kunstflieger bezeichnet worden. Ein erster Augenzeuge hatte erklärt, ein Flugzeug, das Kunststücke gezeigt habe, habe mit der Nase den See berührt und sei darauf hineingestürzt.

Später wurde klar, dass es sich bei der abgestürzten Maschine um ein Touristenflugzeug handelte. Technische Probleme seien höchstwahrscheinlich der Auslöser gewesen für die als Kunststücke interpretierten Flugmanöver, sagte die Polizeisprecherin. Die Unfallursache ist unbekannt. Die Schweizerische Unfalluntersuchungsstelle (SUST) leitet die Ermittlungen.

1 Kommentar

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Thomas Käppeli, Guatemala Ciudad
    WM-Funkstille? Zuerst mein tiefes Beileid an die Angehörigen. Auch mein Respekt vor den Polizeitaucher. Tauchen in 80 Meter ist Profisache. Ausstehende Antwort: zählte der Pilot 71 oder 59 Jahre? Auch 70-er können die zuletzt erfolgte flugärztliche Untersuchung bestehen und im Flug trifft sie der Schlag. Technischer Defekt? Dies lass ich damit wohlweislich offen im Raum stehen. Der jüngere Passagier ohne Flugpraxis, könnte verzweifelt versucht haben, die Maschine unter Kontrolle zu bringen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen