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Streit um Abwasser Murten «Abwasser in den Bielersee leiten wäre günstiger»

Der Verein «Aktion sauberer Murtensee» will keine Abwasserreinigungsanlage mehr am Murtensee. Der See werde dadurch zu stark beansprucht. Der Abwasserverband ARA Seeland Süd hingegen will die Anlage in Muntelier vergrössern und noch mehr Restwasser in den Murtensee leiten.

Täglich werden von der Kläranlage Muntelier bei Murten etwa vier Millionen Liter gesäubertes Wasser in den Murtensee gepumpt. Künftig könnten es doppelt so viel sein. Der Verband ARA Seeland Süd möchte die Anlage für 60 Millionen Franken vergrössern und modernisieren.

Legende: Video Klärwärter Heinz Huser erklärt die ARA (21.2.2017) abspielen. Laufzeit 00:52 Minuten.
Aus SRF News vom 21.02.2017.

«Es würde mehr Wasser in den See gelangen als heute, aber das Wasser wäre sauberer», erklärt Verbandspräsidentin Ursula Schneider Schüttel. Mit einer neuen Reinigungsstufe würden Reste von Medikamenten oder Putzmittel besser herausgefiltert.

Die Belastung des Murtensees bliebe dennoch hoch, findet Peter Altherr, Präsident des Vereins «Aktion sauberer Murtensee». Der Verein schlägt den Bau einer neuen Anlage weiter östlich vor. Das Abwasser solle via Aare in den Bielersee geleitet werden. Eine Studie des Vereins zeige gleich mehrere Vorteile dieser Lösung auf.

Der Bielersee würde weniger stark belastet als der Murtensee.
Autor: Peter AltherrAktion sauberer Murtensee

«Die Nährstoffbelastung im Murtensee würde um zwölf Prozent abnehmen.» Der Bielersee würde laut Studie nur unwesentlich mehr belastet. Auch finanziell würde sich ihre Variante lohnen, sagt Peter Altherr. Sie wäre zehn Millionen Franken günstiger.

Regionalisierung von Kläranlagen

Rund 700 Kläranlagen gibt es in der Schweiz. Nun soll unser Wasser noch sauberer werden, deshalb gilt seit einem Jahr per Gesetz die «Reinigungsstufe 4». Sie soll Mikroverunreinigungen wie Reste von Medikamenten oder Putzmittel bekämpfen. Deshalb werden zurzeit landauf landab Kläranlagen zusammengelegt und ausgebaut.

(Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 17:30 Uhr)

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Heinz Huser (henä)
    Die Präsentation der Studie der Aktionsgruppe gestern Abend war von A bis Z ein grosses fake. Keine einzige Zahl die präsentiert wurde war plausibel. Es ist erstaunlich, dass in der heutigen Zeit der Abfall immer noch mit dem altbewährten "Aus den Augen aus dem Sinn" abgehandelt wird. Die Leute auf und um die Kläranlage, der Abwasserverband, das SEN (Amt für Umwelt) und die Projektingenieure verstehen ihren Job!
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