Affäre Giroud: Strafverfahren gegen Maurice Tornay eingestellt

Der Walliser Finanzdirektor wird im Bericht des ausserordentlichen Staatsanwalts Dick Marty entlastet. Die Strafklage wegen Amtsmissbrauch und ungetreuer Geschäftsbesorgung wird deswegen fallengelassen.

Staatsrat Maurice Tornay

Bildlegende: Maurice Tornay kann sich entspannen: Die Klage gegen ihn wurde fallengelassen. Keystone

Dem Walliser Staatsrat Maurice Tornay kann im Zusammenhang mit der Affäre Giroud nichts Strafbares angelastet werden. Der ausserordentliche Staatsanwalt Dick Marty hat die Strafanzeige gegen Tornay sowie zwei weitere Beschuldigte eingestellt.

Die Strafklage wegen Amtsmissbrauchs und ungetreuer Geschäftsbesorgung war im August 2014 eingereicht worden. Sie stand im Zusammenhang mit der Affäre um den Walliser Weinhändler Dominique Giroud und war gegen Staatsrat Tornay, aber auch gegen den Walliser Generalstaatsanwalt Nicolas Dubuis und gegen den Chef der kantonalen Steuerverwaltung gerichtet.

Der CVP-Staatsrat und Finanzdirektor Maurice Tornay war vor seiner Wahl in die Walliser Kantonsregierung als Treuhänder für Giroud tätig gewesen. Der ausserordentliche Staatsanwalt Dick Marty, der im Dezember 2014 vom Grossen Rat eingesetzt wurde und die Affäre untersuchte, hat die Strafklage per Verfügung vom 30. November 2015 eingestellt.

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