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Aktionsplan gegen Extremismus Bern und Freiburg als Vorreiter

Gesprayte Hakenkreuze.
Legende: Ein nationaler Aktionsplan will Radikalisierung bekämpfen. Keystone

Vor drei Jahren hat die Stadt Bern die Fachstelle Radikalisierung ins Leben gerufen. «Viele Lehrer, Arbeitgeber oder Sportvereine sind überfordert mit dieser Thematik», sagt der Berner Sicherheitsdirektor Reto Nause. Daher habe man in der Stadt Bern die Fachstelle Radikalisierung als niederschwelliges Angebot geschaffen. Sie berät Leute, die bei ihren Schützlingen oder Mitarbeiter Radikalisierungstendenzen vermuten, und vermittelt sie an Spezialisten oder die Polizei. Es gehe dabei in erster Linie um Islamismus, linken oder rechten Extremismus, sagt Nause. Nebst Biel ist im Kanton Bern seit kurzem auch in Biel eine entsprechende Fachstelle aktiv.

Im Kanton Freiburg läuft die Prävention bei Radikalisierung und Extremismus über die Polizeiarbeit, das sogenannte Community Policing, wie die Sicherheitsdirektion schreibt. Die Polizeiposten sind Anlaufstellen für Leute, die ihrem Umfeld Radikalisierungen beobachten. Und die Polizisten nehmen dann wenn nötig Kontakt mit Sozialarbeiter, Sozialpädagogen oder Vertretern von Religionsgemeinschaften auf. Sie machen also eine ähnliche Arbeit wie die Fachstelle in Bern.

Im Kanton Wallis ist eine Abteilung der Kriminalpolizei für radikalisierte und extremistische Personen zuständig, wie das Sicherheitsdepartement schreibt. Ein niederschwelliges Angebot für besorgte Bürgerinnen und Bürger gibt es nicht.

Nationaler Aktionsplan

Bund, Kantone und Gemeinden wollen gemeinsam gegen Radikalisierung und gewalttätigen Extremismus vorgehen. Empfohlen werden die Schaffung von Fachstellen und die Ausbildung von Fachpersonen, auch der Einbezug der Zivilgesellschaft und von Schulen. Über ein Impulsprogramm setzt der Bund fünf Millionen Franken für den Aktionsplan ein.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Henriette Rub (ehb)
    Nebst Biel ist im Kanton Bern seit kurzem auch in Biel eine entsprechende Fachstelle aktiv.
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  • Kommentar von M. Roe (M. Roe)
    Dass es eigentlich um den Islam geht getraut sich hier wieder mal keiner klar + deutlich auszusprechen. Es gibt nur eine Lösung gegen Radikalisierung: Keine "vermummte" Frauen mehr, keine Moscheen, keinen Koran, keine Islam-Prediger. Damit wäre das Problem gelöst. Die "Hakenkreuz-Maler" könnten ebenfalls auf einfache Art abgeschafft werden, wenn man diese Tendenzen bereits bei Jugendlichen sofort bestraft und die Namen der "Täter" veröffentlicht. Leider werden diese bei uns auch noch geschützt.
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  • Kommentar von Rolf Bolliger (rolf.bolliger@quickline.ch)
    Dieses obige Bild spricht "mediale Bände": Solche "Hakenkreuze" verachte ich genau gleich, wie IS-Fahnen, vollverschleierte Provokationen in Westeuropa, vermummte linksextreme Vandalen auf Plätzen und Strassen oder vermummte Schläger vor den Sportstadien! Wer von den erwähnten extremen Gruppierungen reissen innert wenigen Sekunden Dutzende von Mitmenschen in den Tod! Eben, darum finde ich die obige Bildauswahl eine gemeine und absichtliche (ablenkende) Ideologie!
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    1. Antwort von Harri Widmer (Häru)
      Herr Bolliger, wenn ich sie richtig verstehe hätten sie lieber eine ISS Fahne anstatt das Hackenkreuz als Foto. Warum spielt dies eine Rolle? Für mich sind Exrtemisten gefährlich egal aus welcher Ideologie sie entspringen.
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    2. Antwort von Rolf Bolliger (rolf.bolliger@quickline.ch)
      Man kann jede Meinung so interpretieren, wie man sich seine Ideologie vorstellt oder einfach will! Herr Widmer, am liebsten hätte ich mir als Leser zum Bericht gar kein Bild gewünscht! Terror und Gewalt muss man nicht noch bildlich darstellen! Es reicht, wenn wir in jeder TV-Tagesschau Bombenkrater, Blutlachen und Schutthaufen ansehen müssen! Für mich gibt es schon verschiedene "Extremisten": Solche die Landesfahnen schwenken, solche die Steine gegen Polizisten werfen und Bombenleger mit Toten!
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    3. Antwort von M. Roe (M. Roe)
      Widmer: Sie wollen doch nicht sagen, dass die Hakenkreuz-Maler so schlimm sind wie die IS. Bei den Hakenkreuz-Malern geht es vor allem ums Randalieren und sich gegen alles zu stellen, was "Ordnung" bedeutet. Wenn die Randalierer bei uns nicht auch noch "gepämpert" und geschützt würden, gäbe es diese sofort nicht mehr. Das Hakenkreuz wird von diesen "Randalierern und Anarchisten" bloss verwendet, damit sie sich nicht selber als "Grosskindergärteler" fühlen. Die wirkliche Gefahr ist der Islam!
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