Akutmedizin wird in Freiburg konzentriert

Das Spital Tafers verliert den Operationssaal, behält aber die Notfallstation. In Riaz wird nur noch tagsüber operiert. An beiden Standorten befürchtete man die vollständige Schliessung der Spitäler.

Blick in einen Operationssaal.

Bildlegende: Im Spital Tafers soll nach 2022 nicht mehr operiert werden. Keystone/Symbolbild

Spätestens im Jahr 2022 will das Freiburger Spitalnetz HFR nur noch ein Akutspital führen. Der Verwaltungsrat hat diesen Beschluss am Dienstag in seiner Strategie bekräftigt. In zehn Jahren soll nur noch das Kantonsspital in Freiburg Akutmedizin anbieten, wie die Verantwortlichen vor den Medien erklärten. Für die Standorte Riaz und Tafers hat das Konsequenzen. Allerdings nicht so gravierende wie in der Region zeitweilig befürchtet worden ist.

So verliert Tafers zwar den Operationssaal, soll aber weiterhin Notfälle behandeln und überdies eine Permanence einrichten. So könnte ein Grossteil der heute behandelten Fälle auch in Zukunft übernommen werden. Dazu kommt im Spital des Sensebezirks eine Geriatrie-Abteilung.

Auch in Riaz wird weniger abgebaut

In Riaz würde auch künftig noch operiert. Allerdings nur noch tagsüber unter der Woche, wie es vor den Medien hiess. Die Pläne hätten eigentlich erst kommende Woche bekanntgegeben werden sollen. Weil sie am Dienstag durchsickerten, luden die Verantwortlichen vorzeitig zur Medienkonferenz ein.

Nach Überzeugung der Freiburger Kantonsregierung entspricht die HFR-Strategie den gewandelten Anforderungen infolge der neuen Spitalfinanzierung. Die neue Freiburger Spitallandschaft werde den Bedürfnissen der einzelnen Patienten gerecht und gewährleiste eine optimale Versorgung zur rechten Zeit am rechten Ort.