Alle Freiburger Kinder sollen optimal gefördert werden

Der Kanton Freiburg hat neu ein Sonderpädagogik-Konzept. Es kommt weg von einer medizinischen Sicht auf die Kinder.

Ein Kind am Basteln

Bildlegende: Kinder sollen wenn möglich die Regelschule besuchen und dort bei Bedarf zusätzlich unterstützt werden. Keystone

Freiburg gilt als Pionier bei der Integration von Kindern mit einer Behinderung in der Regelschule. Vor allem Deutschfreiburg betreibt die Integration seit über 15 Jahren.

Die anderen Kantone haben derweil aufgeholt und neu gibt es ein interkantonales Konkordat über Sonderschulpädagogik. Deshalb hat Freiburg seine Erfahrung nun in einem Konzept zusammengefasst.

Neu wird das gesamte Umfeld einer Klasse angeschaut, wenn es um die Integration eines Kindes geht. Jede Klasse hat neu nur noch eine Heilpädagogin. Die Absprache läuft einfacher. Braucht ein Kind mehr als sechs Lektionen Unterstützung pro Woche, muss es in eine Sonderschule wechseln. Jedes Jahr wird die Situation neu besprochen, auch mit den Eltern, die im neuen Konzept mehr Mitsprache bekommen.

Der Kanton Freiburg plant, die Stellen im Bereich Heilpädagogik um 30 Vollzeitstellen auf rund 200 auszubauen.

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