Alpensymposium Interlaken provoziert mit Motto «no risk, no fun»

Jeder Unternehmer müsse immer Risiko bewerten, ohne den Spass an der Arbeit zu verlieren, sagt der Veranstalter, deshalb das Motto «no risk, no fun». Für die Extrem-Alpinistin Evelyne Binsack mit ihren Erfahrungen an der Grenze zwischen Leben und Tod ist der Begriff allerdings etwas problematisch.

Eine geballte Ladung Informationen, Anregungen, Provokation und Show wartet an den beiden Veranstaltungstagen des 13. Alpensymposiums in Interlaken aufs Publikum. Im Stundentakt wechseln prominente Redner, von Carla del Ponte bis Ottmar Hitzfeld, von Kommunikationspunk Sacha Lobo bis Conchita Wurst.

400 Gäste vorab aus der Schweizer Wirtschaft wollen sich das Spektakel nicht entgehen lassen. «Ich bin seit zwölf Jahren dabei und habe immer Anregungen und Ideen nach Hause getragen», sagt zum Beispiel der Thuner Transportunternehmer Urs Gafner. Er freut sich auf das Referat von José Manuel Barroso, bis Ende 2014 Präsident der Europäischen Kommission. «Mal sehen, wo es mit der Schweiz hingeht. Ich bin als Transport-Unternehmer schon lange mittendrin in Europa.»

Tagungsmotto missverständlich

Das 13. Alpensymposium steht unter dem Motto «no risk, no fun». Das stimmt schon, sagt Gastgeber Oliver Stoldt: «Jeder Unternehmer muss jeden Tag seine Risiken beurteilen. Aber das sollte einem die Freude an der Arbeit ja nicht nehmen.»

Für die Extrem-Alpinistin Evelyne Binsack, auch sie Rednerin am Symposium, ist der Begriff allerdings etwas schwierig. Das hat mir ihrer beruflichen Erfahrung zu tun und ihren Erlebnissen an der Grenze zwischen Leben und Tod.