«Alphirt» ist neuer Präsident der CVP Freiburg

Die Delegiertenversammlung der CVP des Kantons Freiburg hat den Stadtfreiburger André Schönenweid zum Parteipräsidenten gewählt. Die Sommerferien verbringt er jeweils mit seinem Sohn als Alphirt in Charmey.

Ein Mann blickt in die Kamera.

Bildlegende: Als neuer CVP-Präsident gewählt: André Schönenweid. SRF

Er kümmere sich um Kühe und Ziegen. «Und ich mache Käse», sagt André Schönenweid nicht ohne Stolz. Ein aufwändiges Hobby. Sonst arbeitet der 53-jährige Ingenieur als Projektverantwortlicher an der Eidgenössischen Technischen Hochschule EPFL in Lausanne.

André Schönenweid ist ein alter Polithase. Er sass lange im Stadtparlament. Seit zehn Jahren ist er Grossrat. Und nun Präsident der grössten Kantonalpartei. Doch die CVP verliert seit Jahren Wähler. Der neue Präsident ist zuversichtlich: «Wir treten bei den Nationalratswahlen mit vielen Jungen an.»

Mitte-Rechts Bündnis gewünscht

Bei der letzten Ersatzwahl in den Freiburger Staatsrat ist die CVP ein Bündnis mit FDP und SVP eingegangen, um den dritten Sitz in der Regierung zu retten. Dieses Bündnis gilt auch für die kantonalen Wahlen 2016. Ein Pakt mit dem Teufel, kritisieren einige parteiintern. Für die nationalen Wahlen nächstes Jahr komme eine Allianz mit der SVP aber nicht in Frage, betont André Schönenweid. «Die SVP Schweiz schadet mit ihren Initiativen der Schweiz.» Der CVP-Präsident strebt jedoch ein Bündnis mit den Grünliberalen, der BDP und der FDP an.